Kein Geld für die Sicherheit der Schüler und Lehrer

Berlin erhält aus dem Konjunkturprogramm des Bundes 474 Millionen Euro. Weitere 158 Millionen Euro muss die Stadt selbst einbringen. Hinzu kommen die 50 Millionen Euro aus dem Programm 50 Plus. Fast 700 Millionen Euro stehen damit zur Verfügung – aber für die Sicherheit der Schüler und Lehrer gibt es kein Geld.

17.03.2009 Pressemeldung Landeselternausschuss Berlin (LEA Berlin)

Ließe sich Verantwortungslosigkeit auf einer Skala darstellen, dann würden so manche Äußerungen den Rahmen sprengen (Tsp 17.03.09: Marzahn-Hellersdorfs Bildungsstadtrat Stefan Komoß (SPD) weiß zwar, "dass unsere Sicherungssysteme an Schulen nicht für einen Amokfall ausgestattet sind". Aber angesichts der Kosten lasse sich daran auch nicht viel ändern.)

Der Landeselternausschuss sieht in erster Linie den Bildungssenator in der Plicht. Die üblichen Äußerungen (Tsp 17.03.09: "Fragen der baulichen Umsetzung fallen in die Zuständigkeit der Bezirke", heißt es dazu knapp aus der Bildungsverwaltung.) seitens der Bildungsverwaltung sind Hohn in den Ohren der gefährdeten Schüler und Lehrer. Schließlich ist es die Senatsbildungsverwaltung, die im Falle von bestimmten Gefahrensituationen zu Folgendem rät: "Deckung und Schutz suchen: Schüler in den Klassen zusammenhalten, Tür schließen und besonders sichern. Warnung der Schulgemeinschaft über Lautsprecher."

Wenn ein Bildungssenator im Zuge einer Strukturreform die Bezirke zur Aufgabe oder Umwidmung von Schulstandorten bringen kann, dann dürfte er auch in der Lage sein, die Bezirke zu Investitionen für die Sicherheit der Schüler und Lehrer zu motivieren. Eine Frage der Prioritätensetzung.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden