Kein Losverfahren an Gymnasien
Das saarländische Bildungsministerium hat heute Mittag in Saarbrücken die Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen im Saarland zum Schuljahr 2010/2011 vorgelegt. Die wichtigste Botschaft: Der Ansturm auf die saarländischen Gymnasien, der von Kritikern der neuen Schullaufbahnempfehlung vorausgesagt worden ist, ist ausgeblieben.
22.03.2010 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland"Zwar sind die Anmeldungen für die Gymnasien im Vergleich zum Vorjahr landesweit um 123 auf 3.517 gestiegen, dennoch kommt es an keinem saarländischen Gymnasium zu einem Losverfahren. Demnach sind die Eltern sehr verantwortungsvoll mit ihrer neuen Entscheidungsfreiheit umgegangen", kommentierte Bildungsminister Klaus Kessler die Anmeldezahlen.
Zurückgegangen sind die Anmeldungen für die Gesamtschulen, und zwar landesweit um 221 auf 1.632 im Vergleich zum Vorjahr. Grund dafür ist ein Zusammenwirken der steigenden Anmeldezahlen an den Gymnasien und des demographischen Wandels, der zu einem Rückgang der Schülerzahlen führt.
Ebenfalls rückläufig sind die Anmeldezahlen für die Erweiterten Realschulen. An diesen Schulen sind landesweit 2.711 Anmeldungen zu verzeichnen, 189 weniger als vor einem Jahr. Hier liegen die gleichen Gründe vor wie bei den Gesamtschulen.
Dennoch muss man die Anmeldezahlen für die Schulformen Erweiterte Realschule und Gesamtschule als vorläufig betrachten. Denn noch 419 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 4 sind an keiner weiterführenden Schule angemeldet. Erfahrungsgemäß finden bis zum Ende des Schuljahres vor allem an den Erweiterten Realschulen sowie an den Gesamtschulen noch viele Nachmeldungen statt, weshalb in diesen beiden Bereichen die Anmeldezahlen in den kommenden Monaten noch ansteigen werden.
Die Anmeldequote, also der Anteil der Anmeldezahlen pro Schulform an allen Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 4, gestaltet sich demnach wie folgt:
| Schulform | Anmeldequote 2009/2010 | Anmeldequote 2010/2011 |
|---|---|---|
| Erweiterte Realschule | 33,1% | 31,7% |
| Gesamtschule | 21,2% | 19,1% |
| Gymnasium | 38,7% | 41,2% |
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