Keine zwei Klassen-Gesellschaft im Lehrerzimmer!
Da sich die Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlungsrunde nicht bewegt haben, sind die Beschäftigten jetzt zum Handeln aufgerufen. Gemeinsam mit der dbb-Tarifunion ruft der VBE deshalb seine tarifbeschäftigten Mitglieder auf, am 4. Februar 2009 die Arbeit in den Schulen niederzulegen und sich an einem zentralen Warnstreik und der sich anschließenden Kundgebung der dbb-Gewerkschaften in Düsseldorf zu beteiligen.
02.02.2009 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRWDer VBE ruft in diesem Zusammenhang die verbeamteten Lehrerinnen und Lehrer, insbesondere aber die Schulleiterinnen und Schulleiter, zur Solidarität mit den Tarifbeschäftigten auf.
"Die Schulleitungen sind aufgerufen, Beamte nicht zum Unterlaufen der Streikmaßnahmen heranzuziehen", so der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann. "Die verbeamteten Lehrerinnen und Lehrer sind aufgerufen, die Aktivitäten der Tarifbeschäftigten mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu unterstützen."
Diese Einkommensrunde ist auch für die Beamten von großer Bedeutung, weil der Ministerpräsident und der Finanzminister angekündigt haben, das Ergebnis der Tarifverhandlungen 1:1 auf die Beamten übertragen zu wollen. Deshalb sind auch die Beamten aufgerufen, sich am 4. Februar 2009 an der Protestkundgebung des dbb in Düsseldorf zu beteiligen.
"Es geht uns also alle an", so Beckmann. "Tarifbeschäftigte und Beamte müssen an einem Strang ziehen und sich solidarisch zeigen. Wir dürfen keine zwei Klassen-Gesellschaft im Lehrerzimmer dulden. Tarifbeschäftigte Lehrerinnen und Lehrer leisten genauso viel wie ihre verbeamteten Kolleginnen und Kollegen. Deshalb muss Schluss sein mit der ungerechten Bezahlung der Tarifbeschäftigten."
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