Saarland

Kessler: "Unterrichtsversorgung an den saarländischen Gymnasien ist gesichert"

In der heutigen Ausgabe der Saarbrücker Zeitung haben drei Gymnasialschulleiter die Lehrerversorgung an den saarländischen Gymnasien kritisiert. Dazu erklärt der saarländische Bildungsminister Klaus Kessler:

19.08.2011 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

"Trotz der auf zwei Jahre befristeten Absenkung der Eingangsbesoldung konnte die Unterrichtsversorgung an den saarländischen Gymnasien zu 100 Prozent gewährleistet werden. Alle zum 1. August 2011 frei gewordenen Planstellen sind wiederbesetzt worden. Dies kann das Bildungsministerium aktenkundig nachweisen. Demnach stehen den Gymnasien die ihnen zugewiesenen Stundenbudgets in vollem Umfang zur Verfügung. Die Gymnasien besitzen die Aufgabe, ihr Stundenbudget derart einzusetzen, dass die Unterrichtsversorgung sichergestellt ist und kurzfristiger Vertretungsbedarf aufgefangen wird. Die Schulleitungen gehen in der Regel mit dieser Aufgabe auf verantwortungsvolle, professionelle und effektive Weise um. Deshalb kann ich die Motivation einzelner Gymnasialschulleiter nicht nachvollziehen, die Personalisierung an den Gymnasien schlecht zu reden und damit die Eltern vor Ort zu verunsichern. Zumal die Stundenbudgets der einzelnen Schulen mit allen Gymnasialschulleitungen einvernehmlich festgelegt wurden."

Und Kessler weiter: "Ich räume ein, dass eine größere Zahl an krankheits- und schwangerschaftsbedingten längerfristigen Lehrerausfällen die Kapazitäten der mobilen Lehrerreserve an deren Grenzen führen kann. Um Unterrichtsausfall zu vermeiden, kann es demnach in Einzelfällen dazu kommen, dass auch Personen mit nur erstem Staatsexamen als Teilzeitkräfte für einen begrenzten Zeitraum eingesetzt werden. Ich habe jüngst meine Zusage gegeben, das System der mobilen Lehrerreserve aufzustocken und neu zu justieren. So werde ich – wie mehrmals angekündigt - zum Schuljahr 2012/2013 die mobile Lehrerreserve mit 50 zusätzlichen Planstellen ausstatten. In den beiden darauffolgenden Schuljahren kommen noch jeweils 20 Planstellen dazu. Aber eins möchte ich an dieser Stelle in aller Deutlichkeit klarstellen: Ein 100-prozentiger passgenauer Fachlehrerersatz ist durch keine noch so groß ausgebaute Lehrerfeuerwehr zu gewährleisten."


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