Kinder in den Mittelpunkt stellen – Eltern einbeziehen
Die Vereinbarung "Fördern und Fordern" zwischen den Lehrerverbänden und der KMK halten wir für einen Schritt in die richtige Richtung, der aber nur sehr halbherzig gegangen wird. Denn diese Vereinbarung hätte mehr Qualität gewinnen können, wenn die Verantwortung der Eltern nicht nur definiert wird, sondern wir Eltern auch einbezogen werden.
26.10.2006 Pressemeldung Bundeselternrat"Vor allem geht es uns darum, dass die Kinder im Mittelpunkt stehen, die Verbesserung der Qualität des Unterrichts muss sich an den Schülerinnen und Schülern orientieren, das Niveau der Abschlüsse muss erhöht werden", fordert Wilfried W. Steinert, Vorsitzender des Bundeselternrats (BER). Die von Kultusministerkonferenz KMK und Lehrerverbänden verabschiedete Erklärung "Fördern und Fordern – eine Herausforderung für Bildungspolitik, Eltern, Schule und Lehrkräften" berücksichtigt die Individualität der Schüler zu wenig und bezieht die Eltern nicht in die "gemeinsamen" Anstrengungen ein.
Der Bundeselternrat begrüßt, dass der Erklärung zufolge die Bildungsziele möglichst klar zu beschreiben sind und dass die Lehrkräfte die Stärken und Schwächen der Schüler erkennen sollen, um sie individuell zu fördern. Positiv stellt der Vorsitzende des Bundeselternrates fest, dass KMK und Lehrerverbände gemeinsam die neuen Herausforderungen des Lehrerberufes feststellen und so definieren, wie es der Bundeselternrat seit über zehn Jahren fordert. Nun sind allerdings einerseits die Hochschulen gefordert, die Lehrerausbildung inhaltlich entsprechend zu gestalten andererseits müssen die Lehrerbildungsstätten in den Ländern, zusammen mit den Lehrerverbänden, für entsprechende Fort- und Weiterbildungen sorgen, sonst bleibt die Vereinbarung wieder einmal in einer Ankündigungsrhetorik stecken. "Wirkungsvoller", so Steinert, "wird diese Vereinbarung, wenn Mitwirkung und Verantwortung der Eltern definiert und wir Eltern mit einbezogen werden. Gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer sind Experten für Unterricht und Lernen. Eltern jedoch sind die Experten für ihre Kinder. Sie beim Fördern und Fordern in der Schule nicht einzubeziehen, ist ein Rückschritt auf dem Wege zur besseren Schule."
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