Klavierkonzert statt Pausenklingel
(bikl) Sie rüttelt wach, verbreitet Unruhe oder ist schlicht nervig: Die Pausenklingel. Für Generationen von Schülern wurde der Schultag mit schrillem oder fadem Gebimmel in 45-Minuten-Einheiten aufgeteilt. Nach dem Willen des Chefs der Musikfestspiele Saar, Robert Leonardy, soll damit jetzt Schluss sein. Mehr noch: Der Musiker will den Schulwecker nutzen, um Schülern klassische Musik näher zu bringen.
31.08.2005 ArtikelStatt mit lautem Geklingel werden nach Leonardys Vorstellungen die Klassenzimmer zukünftig mit 20 Sekunden-Häppchen feinster klassischer Provenienz beschallt. Dazu hat er eine CD mit 200 klassischen Melodieausschnitten produziert. Über moderne Soundsysteme werden die anspruchsvollen Töne problemlos in den Klassenzimmern zum Klingen gebracht. So sollen die Schüler bald schon Klassik-Hits wie die 5. Sinfonie von Beethoven oder Boléro von Ravel mitsingen oder pfeifen können.
Das Projekt will der Musiker an den ersten Schulen im Saarland kostenlos starten. Ansonsten sollen die Schulen jeweils rund 500 Euro für die CD und begleitende Lernmateralien zahlen. Einschließlich der Patentgebühren, so Leonardy, habe er bislang 30.000 Euro in das Projekt investiert.
Premiere für die Klassik-Klingel ist am 9. September im Gymnasium am Stadtgraben in Saarlouis.
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