Realschultag

KMK-Präsident Ludwig Spaenle: Realschulen haben Zukunft

Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle, sprach der Realschule in seiner Rede auf der Festveranstaltung des 22. Bundesrealschultages in Essen gute Zukunftschancen zu.

23.04.2010 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

"Aufgrund weitreichender Umstrukturierungen in der Bildungslandschaft und Schulreformen in den Ländern stellt die Realschule zwar nicht mehr überall die "Mitte" zwischen Hauptschule und Gymnasium dar, ist aber weiterhin attraktiv für Eltern und Schüler", betont Spaenle.

Der Prozentsatz derer, die eine Realschule besuchen, hat sich in den Jahren 1992 bis 2007 von 27,2 % auf über 28 % sogar leicht erhöht. Das bedeutet, mehr als ein Viertel der Schüler eines Jahrgangs besuchen eine Realschule, die damit nach dem Gymnasium die zweitstärkste Schulart ist. "Auch vor dem Hintergrund der Schulzeitverkürzung am Gymnasium könnte die Realschule weiter an Attraktivität gewinnen", betont Spaenle. Bildung gelingt am besten, wenn Theorie und Praxis zusammenkommen. In der Synthese von Allgemeinbildung und Vorbereitung auf die Berufswelt liegt das Bildungsprofil der Realschule, die Schülerinnen und Schülern vielfältige Wege in Ausbildung und Beruf aber ebenso zu weiteren schulischen Abschlüssen eröffnet. So stellt die Realschule auch eine Mitte zwischen Theorie und Praxis dar, die Wege offenhält und Entscheidungsmöglichkeiten bietet sowie anschlussfähiges Wissen und Können vermittelt.

"Die Realschule ist somit auch eine Schulform, die begabungsgerechte Förderung möglich macht. Die Qualität der Bildung für alle muss verbessert werden – was nicht bedeutet, möglichst alle zum Abitur zu führen, sondern Strukturen zu schaffen, die es ermöglichen, den einzelnen gemäß seiner Möglichkeiten und Begabungen zu fördern und zu fordern – bis hin zur Hochschulreife" unterstreicht der Präsident.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden