Körperliche Übergriffe gegenüber Schülern
(bikl) Wegen erneuter körperlicher Übergriffe gegenüber zwei Schülern hat das saarländische Kultusministerium der Erweiterten Realschule Herz-Jesu Saarbrücken die Genehmigung zum Betrieb der privaten Realschule entzogen.
14.02.2006 ArtikelWie es in einer Pressemittelung des Ministeriums heißt, ist der Schule heute ein entsprechendes Anhörungsschreiben zu der beabsichtigten Schließung zugestellt worden.
Die Vorfälle hätten sich im Dezember letzten Jahres und im Februar dieses Jahres ereignet. Bereits im April vergangenen Jahres hatte die Saarbrücker Staatsanwaltschaft nach Hinweisen auf Schülermisshandlungen ein Verfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Damals hatte das Ministerium die Schule bereits abgemahnt.
In einer Pressemitteilung der Grünen Landtagsfraktion hieß es damals, ein Verantwortlicher des Trägervereins habe es in der Saarbrücker Zeitung als "angemessen" bezeichnet, wenn Kinder mit dem Kopf in Schulbücher gedrückt würden.
Die Schule darf zum nächsten Schuljahr keine neuen Schüler mehr aufnehmen. Aus pädagogischer Verantwortung, so das Ministerium, werde sie nicht sofort geschlossen, damit die Schülerinnen und Schüler das laufende Schuljahr noch zu Ende bringen können.
Unter dem Stichwort Chronik heißt es auf der Homepage der Schule unter anderem: "Der Don-Bosco-Schulverein, der Träger der Schule, will mit der Schulgründung den Kindern nach dem Vorbild des großen Jugendapostels Johannes Bosco eine gute schulische und charakterliche Ausbildung zuteil werden lassen. Dabei wird nach dem Grundprinzip gehandelt, dass eine Schule nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung, sondern auch ein Ort der Willens- und Gemütsbildung sein soll."
Links
- "Kultusministerium entzieht Herz-Jesu-Realschule Genehmigung" (14.02.06)
- "Erneut Vorwürfe gegenüber Don-Bosco-Schulverein" (14.06.2005)
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