Kolb: SPD erneuert Forderung nach echten Ganztagsschulen
Nach dem Bericht der Landesregierung im heutigen Bildungssauschuss erneuert die SPD ihre Kritik an der Nachmittagsbetreuung an saarländischen Schulen.
17.05.2011 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei DeutschlandsDie Vorsitzende Gisela Kolb: "Bildungsminister Kessler hat den Anstieg der angemeldeten Gruppen in der Nachmittagsbetreuung an Ganztagsschulen eindeutig unter rein zahlenmäßigen Gesichtspunkten bejubelt. Die pädagogische bzw. bildungspolitische Bewertung hat er dabei komplett unter den Tisch fallen lassen."
Laut Ministerium gibt es zum kommenden Schuljahr 2011/2012 an den Ganztagschulen 527 lange (beitragspflichtige) Gruppen und 288 kurze (beitragsfreie) Gruppen im Saarland. Angesichts der Tatsache, dass insgesamt 171 Gruppen mehr angemeldet worden sind, bestätige sich hier die Befürchtung der SPD:
"Ein knappes Drittel aller Kinder sind in der kurzen Gruppe angemeldet. Die Eltern haben sich aus Kostengründen gegen eine Nachmittagsbetreuung mit pädagogischer Unterstützung entschieden. Gerade für viele dieser Kinder wäre ein ganztägiges pädagogisch wertvolles Angebot aber von Vorteil für ihre schulische und persönliche Entwicklung.
Für Eltern, die knapp über der Einkommensgrenze liegen, ist der Beitrag für eine sogenannte lange Gruppe monatlich schwer zu stemmen. D.h. im Umkehrschluss: Eltern, die es sich leisten können, werden ihre Kinder für die lange Betreuungsform anmelden. Das ist Bildung nach der Größe des Geldbeutels der Eltern und nicht akzeptabel.
Deshalb bleibt es bei unserer Forderung: Auch im Saarland muss es ein beitragsfreies, wohnortnahes Angebot an echten gebundenen Ganztagsschulen geben!"
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