Bayern:

Kommunalpolitik braucht ein anspruchsvolles Bildungskonzept

Das Forum Bildungspolitik in Bayern erklärt die Kommunalwahl zur Bildungswahl. Es appelliert an die Wahlberechtigten, am 16. März klug zu entscheiden. "Wählen Sie Bildung!", sagt Klaus Wenzel, Sprecher des Forum Bildungspolitik.

20.02.2014 Pressemeldung Forum Bildungspolitik in Bayern

"Die Bildungspolitik wird zwar von der Staatsregierung gemacht, aber umgesetzt wird sie in der Kommune." Eine kluge Kommune arbeite politische Vorgaben nicht einfach ab. Sie investiere gezielt in Bildungschancen für Kinder und Jugendliche und damit in die eigene Zukunft.

Die Schlüsselwörter Ganztagsschule, Inklusion und Bildungsgerechtigkeit fänden sich in jedem Wahlprogramm. Entscheidend sei jedoch, was hinter den schönen Worten steckt. Wählerinnen und Wähler sollten kritisch prüfen: Worüber darf das Kinderparlament entscheiden? Isst der Gemeinderat im Schülercafé, bevor er dem Caterer den Zuschlag erteilt? Versteht die Kommune unter Barrierefreiheit mehr als das Absenken von Bordsteinkanten? Wer finanziert die Schulsozialpädagogin? Wo sucht die Gemeinde Verbündete, um die Schule im Dorf zu halten?

Wenzel empfiehlt, die Parteiprogramme zur Kommunalwahl an den "Forderungen zur Kommunalwahl in Bayern am 16. März 2014" des Forum Bildungspolitik zu messen. Kurz gefasst lauten diese:

  • Nehmen Sie Kinder ernst und lassen Sie sie mitreden bei allem, was sie betrifft.
  • Investieren Sie in hochwertige Ganztagsschulen.
  • Erstellen Sie einen Aktionsplan Inklusion für Ihre Kommune.
  • Schaffen Sie eine Bildungslandschaft, inklusive Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit.
  • Fordern Sie Modellversuche, durch die Grund- und Mittelschulen im Dorf bleiben.
  • Machen Sie Entscheidungen transparent und beziehen Sie die Bürger ein.

"Wer gerecht verteilte Bildungschancen für die Grundlage einer demokratischen Gesellschaft hält, erkennt nach diesem Härtetest, wo er seine Kreuzchen machen muss", sagt Wenzel.


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