Grüne Niedersachsen

Korter: Bildung als Ganzes im Blick haben

Darum geht´s: Heute hat der [Philologenverband Niedersachsen eine Klage gegen die Landesregierung angekündigt](http://bildungsklick.de/pm/91460/philologenverband-geht-gegen-landesregierung-wegen-erhoehung-der-lehrerarbeitszeit-vor-gericht/). Anlass ist der Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung für Gymnasiallehrkräfte von 23,5 auf 24,5 Wochenstunden ab 1. August 2014 und eine Aussetzung der Verbesserung bei der Altersermäßigung.

27.05.2014 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

Das sagen die Grünen:

Ina Korter, schulpolitische Sprecherin

"Es ist aus Sicht des Philologenverbandes verständlich, die Interessen der eigenen Mitglieder durchsetzen zu wollen. Wir Grüne haben jedoch das Interesse an aller an Bildung Beteiligten im Blick. Dazu gehört insbesondere die bessere Ausstattung der Ganztagsschulen und der Inklusion."

"Alle anderen Lehrämter in Niedersachsen haben eine höhere Wochenstundenverpflichtung. Daher erscheint uns das Argument der Gleichbehandlung doch sehr fragwürdig. Gymnasiallehrkräfte an Gesamtschulen müssen seit langem 24,5 Wochenstunden unterrichten."

"Mit der Einführung des neuen G9 ab 2015 werden die Gymnasiallehrkräfte entlastet."

Zum Hintergrund

Auf der Grundlage eines Gutachtens von Prof. Dr. Dr. h.c. Battis wird u.a. argumentiert, die Erhöhung der Pflichtunterrichtstunden ausschließlich für Lehrkräfte an Gymnasien verlange von diesen ein sachlich nicht begründetes Sonderopfer. Dies stelle einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes dar.

Der Landesrechnungshof hatte ausdrücklich gefordert, bei der Unterrichtsverpflichtung der Gymnasiallehrkräfte nachzusteuern. Im Bundesvergleich stehen die niedersächsischen Gymnasiallehrerinnen und- lehrer im unteren Drittel der Wochenstunden.


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