Kultusminister Goebel startet Entwicklungsvorhaben "Eigenverantwortliche Schule in Thüringen"

In einem Brief hat Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) - wie bereits auf einer Schulleitertagung im November 2004 angekündigt - alle Schulen im Freistaat aufgefordert, sich dem Entwicklungsvorhaben "Eigenverantwortliche Schule in Thüringen" zu stellen. "Dieses Vorhaben entscheidend voranzutreiben, ist eines der wichtigsten Vorhaben in dieser Legislaturperiode", so Minister Goebel. "Das Entwicklungsvorhaben fordert die Schulen auf, sich den neuen Herausforderungen zu stellen, ihre Situation kritisch zu analysieren, auf der Basis ihres Schulleitbildes eigene Entwicklungsschwerpunkte zu formulieren und diese selbstständig umzusetzen. Wir lassen unsere Schulen los, aber wir lassen sie nicht allein. Wir setzen in Thüringen ganz bewusst auf Eigeninitiative, auf Freiwilligkeit, auf Unterstützung und Begleitung.

17.03.2005 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Leitziel und Methode der Thüringer Schulpolitik sei es, so Minister Goebel weiter, heute und morgen Schulen den Rahmen zu geben, sich eigenverantwortlich entwickeln zu können. Dabei gelte es, Qualitätsentwicklung, Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle als Maßstab für diese Entwicklung bewusst zu machen und diese auch in öffentlicher Rechenschaftslegung zu dokumentieren. Die Idee der eigenverantwortlichen Schule erschöpfe sich keineswegs darin, Kompetenzen umzuverteilen und neu zu bündeln und den Schulen neue, vorgegebene Handlungsoptionen zu eröffnen. Es gehe vielmehr darum, die bereits vorhandenen Freiräume auch tatsächlich zu nutzen und ggf. zu erweitern, die vorhandenen und weiter dazu kommenden Spielräume im Spannungsfeld von Freiheit, Verantwortung und öffentlicher Rechenschaft als Chance zur Eigenprofilierung zu nutzen. Alles mit dem Ziel, unsere Kinder und Jugendlichen optimal zu fordern und zu fördern, so Minister Goebel abschließend.

Hinweis: Für interessierte Schulen findet am Montag, dem 4. April 2005, 14.30 Uhr im Thüringer Kultusministerium eine erste Informationsveranstaltung statt, in der das Entwicklungsvorhaben vorgestellt wird. Dort können insbesondere auch die Erwartungen an Handlungs- und Entwicklungsspielräume diskutiert und Fragen beantwortet werden. Außerdem werden die Bewerbungsunterlagen verteilt.


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