Kultusminister kritisiert Werbung für Spielekonsole
„Ich empfinde es als unverantwortlich, wenn trotz der aktuellen Diskussion um ein mögliches Verbot von Killerspielen in dieser Verweihnachtszeit munter und sorglos weiter für Produkte dieser Art geworben wird. Auch der Handel trägt Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen“, hat der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (24.11.2006) seiner Empörung über den Prospekt eines bekannten Handelsunternehmens für Unterhaltungselektronik Luft gemacht.
24.11.2006 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches KultusministeriumEr bezog sich dabei auf eine Beilage der in Hannover erscheinenden Tageszeitungen. Darin enthalten ist ein Angebot für die Spielekonsole X-Box, zu der als Kaufanreiz ein so genanntes Ego-Shooter-Spiel beigelegt wird. „Der im Kleingedruckten versteckte Hinweis darauf, dass dieses Spiel keine Jugendfreigabe hat, wird konterkariert durch die Aussage, es handele sich um legendäre Action im Zweiten Weltkrieg“, machte Busemann deutlich. Wenn ein Produkt nicht an Jugendliche verkauft oder weitergegeben werden darf, müsse dies klar und unmissverständlich zu erkennen sein. „Noch besser wäre es, wenn auf Werbung für diese Art Spiele ganz verzichtet würde“, sagte Busemann.
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