Kultusminister Siegfried Schneider bei Hauptversammlung des Bayerischen Philologenverbandes in Würzburg

Allgemein gebildete, leistungsbereite und kreative junge Menschen, die in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen wollen, bleiben das Ziel der Gymnasien in Bayern. Dies unterstrich Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider bei der Hauptversammlung des Bayerischen Philologenverbandes am heutigen Freitagnachmittag in Würzburg. Die neuen gymnasialen Lehrpläne liefern das Fundament dazu. Sie stellen die grundlegenden Zusammenhänge" in den Mittelpunkt und nicht das Detailwissen, ergänzte der Minister.

01.12.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die Entscheidung, das achtjährige Gymnasium einzuführen, war notwendig, so Minister Schneider. Die zwölfjährige Schulzeit bis zum Erwerb der Hochschulreife ist weltweit Standard und auch in Deutschland mittlerweile Regelform. Die Intensivierungsstunden an den Gymnasien tragen dazu bei, die Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern – ganz nach dem Grundsatz "Alle Talente fördern".

Der Kultusminister beschrieb die Eckpunkte der Obertstufenreform. Deren Ziel sind die vertiefte Allgemeinbildung in den Kernfächern und die Möglichkeit für Schüler, nach dem eigenen Interesse und den eigenen Fähigkeiten Schwerpunkte zu setzen. Das Abitur werde weiterhin der gewohnten bayerischen Qualität entsprechen.

Minister Schneider erinnerte unter Rückgriff auf die Bayerische Verfassung daran, dass alle Schulen in Bayern die Aufgabe haben, nicht nur Wissen und Können zu vermitteln, sondern auch "Herz und Charakter" zu bilden, also Werte zu vermitteln.

Das Gymnasium bleibe eine zentrale Säule des dreigliedrigen Schulsystems im Freistaat. Daneben will der Minister aber die schon bestehenden weiteren Wege zur Hochschulreife ausbauen. Bereits gegenwärtig erwerben in Bayern über 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Hochschulreife an beruflichen Schulen.

Der Kultusminister nutzte die Gelegenheit, den Lehrkräften zu danken, die sich in den vergangenen drei Jahren aktiv den Herausforderungen gestellt haben, die sich aus der Einführung des achtjährigen Gymnasiums ergeben haben.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden