Übertritt

Kultusminister Spaenle startet Monitoring zum Übergang der Grundschüler an die weiterführenden Schulen mit repräsentativer Online-Erhebung - Gespräche mit Schulleitungen und Eltern

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat nun die Erhebung der Erfahrungen von Eltern und Lehrkräften mit dem neu geregelten Übertritt der Kinder von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen gestartet. "Ich will wissen, welche Erfahrungen die Lehrkräfte und Eltern unserer Grundschüler mit der Neuregelung des Übertrittsverfahrens sammeln", so der Minister. Er nutzt dazu drei Wege: eine repräsentative Onlinebefragung, Gespräche mit Schulleitungen und Begegnungen mit Elternvertretern. Mit dem Verfahren überträgt Minister Spaenle die positiven Erfahrungen mit dem Monitoring beim Prozess zur Einführung der Oberstufe des achtjährigen Gymnasiums auf die Grundschule.

04.05.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Auf der Basis einer Online-Umfrage werden die Schulleitungen, Klassenlehrkräfte und Elternbeiratsvorsitzenden von einigen Hundert Grundschulen in Bayern gebeten, ihre Erfahrungen mit der Neuregelung des Übertrittsverfahrens bis zum 16. Mai an das Kultusministerium zurückzuspiegeln. Parallel dazu hat Minister Spaenle begonnen, mit allen Schulleitungen der Grundschulen und auch mit Elternvertretern Gespräche zu führen. In diesen wie bei der Erhebung stehen die Erfahrungen mit dem erweiterten Informationsangebot, den Leistungsnachweisen und der erweiterten Elternverantwortung nach dem Probeunterricht im Mittelpunkt.

Elternwille wurde gestärkt

Der Minister hatte 2009 das Übertrittsverfahren verändert, dabei die Verantwortung der Eltern gestärkt und die Durchlässigkeit erhöht.

"Mit dem Übertrittsverfahren wollen wir den Übergang von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen stärker auf die Kinder hin ausrichten und die Eltern bei der Entscheidungsfindung zum Übertritt unterstützen", so Minister Spaenle.

Zentrale Elemente des Übertrittsverfahrens sind:

  • eine intensivierte Beratung der Eltern - auch über die Schullaufbahn,
  • eine Übertrittsempfehlung für alle Kinder der 4. Jahrgangsstufe,
  • der Probeunterricht
  • und eine stärkere Einbindung des Elternwillens bei der Wahl der weiterführenden Schule.

Der Staat müsse als "pädagogischer Schulweghelfer" den Weg des einzelnen Kindes intensiver begleiten, ergänzte der Minister. "Wir beraten künftig die Eltern der Grundschüler bereits ab der Jahrgangsstufe 3", so Dr. Spaenle.

Für den Übertritt an die Realschule benötigen die Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufe 4 beim Übertrittszeugnis die Durchschnittsnote 2,66. Sie errechnet sich aus den Noten der Fächer Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht. Für das Gymnasium ist 2,33 vorgeschrieben. Die Schülerinnen und Schüler, die den Notendurchschnitt für die von ihnen gewünschte Schule nicht erreicht haben, können am Probeunterricht an Realschule und Gymnasium teilnehmen. Bestanden ist dieser, wenn das Kind in Deutsch und Mathematik mit mindestens den Noten 3 und 4 bzw. 4 und 3 abschließt. In Fällen, in denen in beiden Fächern die Note 4 erzielt wird, entscheiden erstmals ab diesem Schuljahr die Eltern. Die Förderelemente in der 5. Jahrgangsstufe der weiterführenden Schularten wurden verstärkt.

Gestern hatten erstmals alle rund 120.000 Schülerinnen und Schüler der 4. Jahrgangsstufe der Grundschulen in Bayern auf der Basis der Neuregelung ihr Übertrittszeugnis erhalten. Auf dieser Grundlage melden Eltern ihre Kinder für eine weiterführende Schule an.


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