Hessen

Kultusministerin Henzler wirbt auf Schule-Wirtschaft-Kongress 2011 in Friedberg für frühe Berufsvorbereitung

Kultusministerin Dorothea Henzler hat auf dem Schule-Wirtschaft-Kongress 2011 in Friedberg für eine frühe Berufsorientierung und Berufsvorbereitung von Jugendlichen geworben. Mit der neuen Mittelstufenschule mache die Hessische Landesregierung das passende Angebot dazu. he

07.04.2011 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Bisher hätten 15 Schulen die Umwandlung in eine Mittelstufenschule beim Kultusministerium beantragt. „Das ist eine Zahl, mit der wir hochzufrieden sein können“, sagte Henzler. Die Mittelstufenschule fasst die Bildungsgänge Haupt- und Realschule unter einem Dach zusammen und vergibt nach dem Prinzip „Ein Eingang – zwei Ausgänge“ auch weiterhin beide Abschlüsse. In beiden Bildungsgängen sind die Förderung der Ausbildungsreife und der Berufsorientierung zentrale Bestandteile des Unterrichts.

Ähnlich erfolgreich verliefen nach den Worten der Ministerin die Anmeldungen für das Kleine Budget und für den Transferprozess zur Selbstständigen Beruflichen Schule (SBS). Für das Kleine Budget, das es den Schulen ermöglicht, die bisher getrennt geführten Budgets für Lernmittel, für Vertretungsmittel im Rahmen des Programms „Verlässliche Schule“, für IT-Vertretungsmittel sowie für Fortbildungen zusammenzuführen, hätten sich bereits jetzt mehr als die Hälfte aller hessischen Schulen angemeldet. Für den Transferprozess der beruflichen Schulen zur SBS hätten sich über die 17 Schulen des Modellversuchs „SV-Plus“ hinaus weitere 15 berufliche Schulen entschieden. Damit befinde sich ein Drittel der beruflichen Schulen in Hessen auf dem Weg zur SBS, so die Ministerin. „Diese Zahlen sind ein deutlicher Beleg dafür, dass wir mit unserem Konzept der Selbstständigen Schule auf dem richtigen Weg sind.“

Henzler ermunterte ferner alle Schulen in Hessen dazu, sich auf den Weg zu einem an Kompetenzen orientierten Unterricht zu machen. Die Möglichkeit dazu werde durch die Einführung von Bildungsstandards, Kerncurricula und Schulcurricula im neuen Schulgesetz eröffnet. „Für die Qualität des Unterrichts halte ich es für ganz wichtig, dass sich alle Schulen auf diesen Weg machen. An Kompetenzen orientierter Unterricht macht Fachwissen nicht beliebig, sondern bedeutet Wissen zu erwerben, es anwenden zu können und es auf neue Herausforderungen übertragen zu können.“


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