Kultusministerin Wolff: " Ich nehme die Sorgen der Eltern sehr ernst"
Heute findet das erste Gespräch der Arbeitsgruppe G8 unter dem Vorsitz von Kultusministerin Karin Wolff statt. Ziel der Zusammenarbeit mit dem Landeselternbeirat ist die Verbesserung der schulbedingten Stresssituation durch die Verkürzung des gymnasialen Bildungsganges (G8).
25.10.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und ChancenDer Landeselternbeirat stellt G8 grundsätzlich nicht in Frage, sieht aber bei der Umsetzung Gesprächsbedarf. "Freizeit und Schule müssen sich die Waage halten, damit Kinder gerne lernen und den Schulbesuch nicht als Belastung empfinden", so Wolff. Die Einführung von G8 sei vernünftig und sinnvoll im Hinblick auf die Entwicklung im ganzen Bundesgebiet, aber es sei deutlich erkennbar, dass über Belastungsspitzen geredet werden müsse.
"Kinder dürfen unter keinen Umständen in die Arbeitswelt eines Erwachsenen gezwängt werden. Sie brauchen Freiräume um zu spielen, Freundschaften zu pflegen und ihren Hobbys nachzugehen." Die eigentliche Herausforderung bei G8 sei die Anpassung der Lehrpläne an die kürzere Schulzeit und die Schaffung vernünftiger Lern- und Arbeitsbedingungen. Im Vorfeld der Einführung von G8 in Hessen seien die Lehrpläne von Schulexperten zwar umfangreich verschlankt worden, aber es sei deutlich, dass viele Eltern nicht glücklich mit der jetzigen Stundenverteilung wären. "Ich nehme die Sorgen der Eltern sehr ernst. Kinder haben nur eine Schulzeit und aus diesem Grunde darf nichts auf die lange Bank geschoben werden. Ich habe deshalb diese Arbeitsgruppe einberufen, um die Offenheit des Kultusministeriums zu signalisieren", betonte die Kultusministerin.
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