Baden-Württemberg

Kultusministerium und Justizministerium nehmen Schule im Strafvollzug in den Blick / Fachtagung am 20. November 2012

Mit den Chancen, Herausforderungen und Grenzen von Schule in baden-württembergischen Gefängnissen beschäftigt sich die Fachtagung "Prävention – Sanktion – Pädagogik", zu der Kultus- und Justizministerium und die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart am 20. November 2012 in das Tagungshaus Hohenheim einladen.

15.11.2012 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Wissenschaftler, Praktiker und politisch Verantwortliche diskutieren auf der Veranstaltung, wie Bildungsangebote für junge Strafgefangene weiterentwickelt werden können. "Die erfolgreiche Weiterqualifizierung von jungen Gefangenen ist ein zentraler Faktor für eine gelingende Resozialisierung", sagt der Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Dr. Frank Mentrup MdL. Derzeit leben über 500 Jugendliche in baden-württembergischen Haftanstalten. Über die Hälfte von ihnen habe bei Haftantritt keinen Bildungsabschluss. Hinzu kämen weitere heranwachsende Gefangene, deren Bildungsbiografien ebenfalls unbefriedigend verlaufen seien.

"Wer es schafft, im Gefängnis einen Bildungsabschluss zu erwerben und deshalb nach Haftentlassung eine Beschäftigung in der Welt draußen findet, hat gute Chancen auf ein straffreies Leben", erklärt die Ministerialdirektorin im Justizministerium Bettina Limperg, die wie Staatssekretär Dr. Mentrup an der Tagung teilnehmen wird. Auf der Veranstaltung werden unter anderem Prof. Dr. Joachim Schroeder von der Universität Hamburg, Prof. Dr. Philipp Walkenhorst von der Universität zu Köln und Dr. Gunda Wößner vom Max-Planck-Institut Freiburg über neue Forschungsergebnisse und Konsequenzen aus diesen berichten. "Wir wollen vor allem auch die Situation von straffällig gewordenen Migranten in den Blick nehmen", sagt Klaus Barwig, der seitens der Akademie der Diözese für die Tagung verantwortlich ist.

Die Veranstalter rechnen mit über 150 Tagungsteilnehmern. Für weitere Informationen zur Tagung wenden Sie sich bitte an die Akademie der Diözese, Tel. 0711 1640600 oder per E-Mail an Frau Ilfrich: .


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