Längeres gemeinsames Lernen für alle Kinder
"Die von Kultusminister Helmut Rau angekündigten Modell¬versuche zum gemeinsamen Unterricht für Haupt- und Realschüler zeigen, wie sehr die Landesregierung beim Thema Schulentwicklung unter Druck steht. Statt solcher halbherziger Fortschritte brauchen wir aber längere gemeinsame Lernzeiten für alle Kinder in der Grundschule", sagte am Mittwoch (20.02.) in Stuttgart auf der Bildungsmesse didacta Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissen¬schaft (GEW).
20.02.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-WürttembergVon den 30 bei PISA untersuchten OECD-Staaten sortieren nur Deutsch¬land und Österreich die Kinder im Alter von zehn Jahren. In der Mehrheit der Länder (19 Staaten) werden Jugendliche auf verschiedene Schularten verteilt, wenn sie zwischen 14 und 16 Jahre alt sind.
"Alle Kinder leiden unter dem Stress der Grundschulempfehlung in der vierten Klasse. Es gibt keine sinnvolle pädagogische Begründung, warum nur Schülerinnen und Schüler an Haupt- und Realschulen gemeinsam unterrichtet werden sollten. Alle Kinder würden besser lernen, wenn der Druck der Schullaufbahnentscheidung nicht bereits in der dritten Klasse einsetzen würde", so Dahlem.
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