Land bemüht sich um bessere Rahmenbedingungen für Schulleitungen

Als unbegründet weist das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur den Vorwurf der CDU zurück, die Landesregierung versage bei der Besetzung offener Schulleiterstellen.

25.09.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Es gibt in der Tat Probleme bei der Rekrutierung von Schulleiterinnen und Schulleitern, vor allem für kleinere Schulen. Es ist in den vergangenen Jahren bundesweit schwieriger geworden, genügend Lehrkräfte für verantwortliche Leitungsaufgaben zu gewinnen. Darauf hat heute auch der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Ludwig Eckinger, hingewiesen", sagte Bildungsstaatssekretärin Vera Reiß.

Die Landesregierung wisse um die besondere Bedeutung kompetenter und hoch motivierter Leitungen für das Funktionieren des Schulbetriebs. Sie bemühe sich deshalb, die Rahmenbedingungen für Schulleitungen zu verbessern, etwa durch eine höhere Freistellung vom Unterricht.

So seien beim Einsetzen des Rückgangs der Schülerzahlen die Regelungen für die Anrechnungsstunden für Schulleitungen verbessert worden. Da die Probleme bei kleinen Grundschulen objektiv am größten waren, sei für die 250 kleinsten Schulen im Land in einem ersten Schritt zum Schuljahr 2005/2006 die Zahl der Anrechnungsstunden für Schulleitungen um zwei Wochenstunden (von 6 auf 8 Wochenstunden bei Grundschulen und von 8 auf 10 Wochenstunden bei Hauptschulen) erhöht worden. Diese Freistellungen der Schulleitungen vom Unterricht würden durch Zuweisung zusätzlicher Lehrerwochenstunden ausgeglichen.

Im zweiten Schritt seien zum vergangenen Schuljahr erneut rund 250 besonders großen Schulen zusätzliche Anrechnungsstunden für die Schulleitungen zugewiesen, und im dritten Schritt gebe es zu diesem Schuljahr Zuweisungen für einen großen Teil der mittelgroßen Schulen. "Bislang wurde für diese Maßnahmen das Äquivalent von mehr als 70 Vollzeitlehrerstellen in Schulen gegeben. In zwei weiteren Schritten sollen diese Zusatzzuweisungen in den kommenden Schuljahren auf den Gegenwert von rund 100 Vollzeitlehrerstellen steigen. Insgesamt erhalten die rund 1.700 Schulen in Rheinland-Pfalz aktuell Anrechnungsstunden für die Schulleitung im Gegenwert von mehr als 1.200 Vollzeitlehrerstellen", erläuterte die Staatssekretärin.

Mit der Neuausrichtung des so genannten Führungskollegs im Institut für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung (IFB) seien seit 2005 nicht nur die speziellen Angebote für angehende und bereits aktive Schulleitungsmitglieder modularisiert und stärker in die Regionen getragen worden. Parallel dazu seien auch die Anteile der Angebote, die der Orientierung, Vorbereitung und Qualifizierung angehender oder frisch ernannter Schulleitungsmitglieder dienten, deutlich erhöht worden.

"Die Landesregierung wird sich auch weiterhin bemühen, die Schulleitungen bei ihren verantwortungsvollen Aufgaben zu unterstützen so, wie wir uns auch um die Attraktivität von Leitungsfunktionen im Schulbereich für geeignete Bewerberinnen und Bewerbern bemühen", sagte Reiß.


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden