Landesfinale des Wettbewerbs Jugend debattiert
"Die Kunst einer durchgängigen und selbstbewussten Argumentation, aber auch die Fähigkeit, zuhören zu können und in einer Debatte auf Argumente anderer einzugehen, sind wichtige Basiskompetenzen für den Erfolg in Bildung und Beruf. Diese Fähigkeiten, die im Wettbewerb ,Jugend debattiert´ hervorragend geschult werden, bilden aber auch einen wichtigen Baustein in der Demokratieerziehung." Das unterstrich Bildungsstaatssekretär Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig anlässlich des Landesfinales 2005 in dem Wettbewerb, der von der Gemeinnützigen Hertiestiftung in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend organisiert wird. Im Plenarsaal des Mainzer Landtags maßen sich heute in den Finaldebatten in zwei Altersgruppen (Klassenstufen 8 bis 10 und 11 bis 13) die besten acht Schülerinnen und Schüler, die sich in fünf Schulverbünden unter landesweit rund 1500 Schülerinnen und Schülern durchgesetzt hatten.
12.04.2005 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzAm Schauplatz vieler parlamentarischer "Rededuelle" lieferten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Finales vor mehr als 100 Zuhörerinnen und Zuhörern sowie vor den Augen und Ohren der Jury lebhafte, konstruktive und abwechslungsreiche Diskussionen. Am Ende fiel die Entscheidung in der Altersgruppe 1 (Mittelstufe) auf Lukas Barth vom Görres Gymnasium in Koblenz und in der Altersgruppe 2 (Oberstufe) auf Tom Westrich von der Integrierten Gesamtschule in Kandel. Die beiden Erstplazierten werden nun am 11. und 12. Juni beim Bundesfinale in Berlin Rheinland-Pfalz vertreten und können sich zudem Ende Mai in einem mehrtägigen Rhetorikseminar in Würzburg noch zusätzlichen "Schliff" holen. Zweite Plätze belegten in der Klassenstufe 8 bis 10 Florian Wagner vom Görres-Gymnasium und in der Klassenstufe 11 bis 13 Agathe Gajda vom Cusanus-Gymnasium in Koblenz. Bildungsstaatssekretär Hofmann-Göttig unterstrich: "Lob und Anerkennung haben nicht nur die überzeugenden rednerischen Leistungen der Finalteilnehmerinnen und -teilnehmer verdient, sondern auch das Engagement von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften in diesem Wettbewerb insgesamt."
Um die Verankerung der Debattierkunst in der Schule insgesamt zu sichern, wurden in dem Wettbewerb von Anfang an auch Lehrkräfte in den Projektablauf mit einbezogen. Zunächst wurden die Lehrerinnen und Lehrer an den beteiligten Schulen professionell geschult, danach trainierten diese ihre Schülerinnen und Schüler im Klassenverband. Aus den Vorentscheidungen auf Schul- und Schulverbundsebene sowie der Vorentscheidung auf Landesebene schälten sich dann die acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Landesfinales heraus.
Der bundesweite Wettbewerb "Jugend debattiert" soll einen Beitrag zur sprachlichen und politischen Bildung der Jugendlichen leisten. In dem Projekt kooperieren die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Stiftung Mercator, die Heinz-Nixdorf-Stiftung, die Robert-Bosch-Stiftung und die 16 Bildungsministerien der Länder sowie die Kultusministerkonferenz. Konzeption und Durchführung liegen bei der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.
Weitere Informationen im Internet unter: www.jugend-debattiert.ghst.de.
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