Landesrechnungshof-Bericht: Bildungsbereich kein Steinbruch für Stellenabbau

Kein Verständnis für die Vorschläge des Landesrechnungshofes zum Stellenabbau im Bildungsbereich hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

06.06.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

"Der Landesrechnungshof scheint mit der Realität an den Schulen nicht vertraut. Anders ist es nicht zu erklären, dass er im kommenden Jahrzehnt 4200 Lehrerstellen streichen will. Um unseren Kindern und Jugendlichen eine bessere Bildung zu ermöglichen, müssen die finanziellen Mittel für diese Stellen vollständig in der Bildung bleiben", sagte GEW-Landesgeschäftsführer Bernd Schauer am Freitag, 6. Juni 2008 in Kiel. Das Geld ließe sich für kleinere Klassen, mehr Unterricht, bessere Arbeitsbedingungen, den Ausbau von Ganztagsschulen, die Stärkung der frühkindlichen Bildung sowie einen vermehrten Einsatz von Sozialpädagogen und Schulpsychologen in den Schulen sehr gut angelegen.

Auch die vom Rechnungshof vorgeschlagene Einführung von Studiengebühren lehnte der GEW-Landesgeschäftsführer ab: "Das führt nur zu einer weiteren Verschärfung der schon jetzt bestehenden sozialen Auslese. Alle Menschen müssen den gleichen Zugang zu Bildung haben. Sie ist eine öffentliche Aufgabe, für die keine Gebühren erhoben werden dürfen."

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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