Landesregierung erneuert Partnerschaft zwischen Schule und Wirtschaft

Die Landesregierung will den Schülerinnen und Schülern in Schleswig-Holstein den Übergang von der Schule in die Ausbildung, das Studium oder den Beruf weiter erleichtern. Zur konsequenten Fortsetzung der langjährigen Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft haben heute (17. Oktober) das Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsministerium gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, der Vereinigung der Unternehmensverbände in Schleswig-Holstein und Hamburg sowie der Regionaldirektion Nord der Bundesarbeitsagentur eine landesweite Kooperation vereinbart.

17.10.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Es besteht heute kein Zweifel mehr daran, dass zur Verbesserung der Ausbildungsreife und Berufsorientierung sowohl die Politik, die Schulen wie auch die Wirtschaft gefordert sind", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave. Die "Landespartnerschaft Schule und Wirtschaft" baue auf den langjährigen guten Erfahrungen mit der Wirtschaft auf. Als ein Kernelement der vertieften Kooperation diene die "Serviceagentur Schule-Wirtschaft". Sie soll als landesweite "Drehscheibe für Informationen" Transparenz über die Vielzahl der bestehenden Aktivitäten, Projekte und Initiativen herstellen. Im Laufe der kommenden Monate werde dazu eine Informations- und Kommunikationsplattform im Internet aufgebaut. "Die Leistungen der Serviceagentur Schule-Wirtschaft richten sich an alle Schulen und außerschulische Partner - und insbesondere auch an die Betriebe", betonte die Ministerin.

Die Serviceagentur ist ein Kooperationsprojekt des Ministeriums für Bildung und Frauen mit der Studien- und Fördergesellschaft der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft. Sie unterstützt auch die Umsetzung des "Handlungskonzeptes Schule & Arbeitswelt" des Bildungs- und Arbeitsministeriums. Für die "Serviceagentur Schule-Wirtschaft" werden 2006/2007 Mittel aus dem Landesetat und dem Europäischen Sozialfond (ESF) in Höhe von rund 450.000 Euro verwendet.

Nach den Worten von Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Dietrich Austermann solle insbesondere die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben gefördert und gefestigt werden. "Denn durch eine praxisnahe Berufsorientierung wird der Übergang von der Schule in eine passende Ausbildung oder ein Studium erleichtert", so Austermann. Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Partnerschaft sei die Einsetzung von "Regionalen Fachberatern Schule und Beruf". Mit ihrer Hilfe sollen mehr kooperationsbereite Unternehmen und Schulen gewonnen und nachhaltige Partnerschaften zwischen ihnen geschlossen werden. Die vom Wirtschaftsministerium geförderten Fachberater werden bei der IHK zu Flensburg, der IHK zu Kiel und der Handwerkskammer Lübeck angesiedelt. Zur Finanzierung der Personalkosten in Höhe von rund 200.000 Euro werden zunächst bis Ende 2007 Mittel aus dem ESF eingesetzt. Die Sachkosten tragen die Kammern.

Für die Wirtschaft erklärte Hans Heinrich Driftmann, Präsident der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein und der Vereinigung der Unternehmensverbände Schleswig-Holstein und Hamburg: "Wir sind an einem reibungslosen Übergang von der Schule in die Wirtschaft interessiert. Dieses Interesse haben auch Schulabgänger und ihre Eltern. Wir müssen deshalb erreichen, dass Schüler und Schülerinnen besser auf die Anforderungen in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt vorbereitet sind. Die Landespartnerschaft ist dabei ein wichtiger Schritt."

"Wir werden alles daransetzen, möglichst für jede weiterführende Schule in unserem Land Partnerschaften mit den Betrieben vor Ort zu schaffen" ergänzte Horst Kruse, Präsident der Handwerkskammer Lübeck.

Jens Regg, Geschäftsführer der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, sagte: "Da Eltern heute bei der Berufswahl ihrer Kinder - angesichts der Vielzahl neuer Berufsbilder und des inhaltlichen Wandels ,alter Berufe' - nur noch begrenzt helfen können, ist kompetente Unterstützung besonders wichtig. Wir werden daher das breite Angebot, mit dem wir schon jetzt die Schülerinnen und Schüler bei der Berufswahl beraten, noch weiter ausbauen und insbesondere betriebsorientierte Informationsangebote nutzen."


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