Landessieger bei "Hauptschulpreis 2007" gekürt
Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp hat heute im Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg die Werner-von-Siemens-Oberschule in Gransee (Landkreis Oberhavel) als Landessieger beim bundesweiten Wettbewerb "Hauptschulpreis 2007 – Deutschlands beste Schulen mit Hauptschulabschluss" ausgezeichnet. Gemeinsam mit den Gewinnern der anderen Bundesländer hat die Werner-von-Siemens-Oberschule nun die Chance auf den Bundessieg. Die drei bundesweiten Sieger werden am 10. Mai 2007 in Berlin durch Bundespräsident Horst Köhler geehrt.
16.03.2007 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgBurkhard Jungkamp, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, sagte bei der Auszeichnung heute: "Mit ihrem großartigen Engagement haben die Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern der Schule die Auszeichnung mehr als verdient. Ich freue mich, dass der Wettbewerb dazu beiträgt, schulische und pädagogische Spitzenleistungen zu fördern."
"Entscheidend ist", so Dr. Donate Kluxen-Pyta, Vorsitzende der Initiative Hauptschule (BDA), "dass die Berufsvorbereitung an den Hauptschulen systematisch und kontinuierlich durchgeführt und vom ganzen Lehrerkollegium mitgetragen wird."
Für den ersten Preis erhält die Werner-von-Siemens-Oberschule in Gransee 5.000 Euro. Die Schule überzeugte die Jury, da sie über ein anspruchsvolles Schulprogramm verfügt. Darüber hinaus führt die Schule viele fächerübergreifende Projekte durch und verfügt über ein eigenes Schülerradio und eine Schülerfirma. Mit ihrer schwierigen sozialwirtschaftlichen Situation in der ländlichen Region geht die Schule aktiv um: Sie ist Mitglied im "Netzwerk Zukunft – Schule + Wirtschaft für Brandenburg".
Eine Ehrung im Landeswettbewerb Brandenburg wurde zusätzlich an die Bauhausschule in Cottbus, eine Grund- und Förderschule für Körperbehinderte, ausgesprochen.
Neben der Förderung der "Persönlichkeitsbildung" und dem "Umgang mit Unterschiedlichkeit" standen vor allem die Kriterien "Ausbildungsreife" und "Qualifizierung für den Arbeitsmarkt" im Mittelpunkt der Bewertung beim Wettbewerb. Unter anderem wurden die Vermittlungs- und die Abbrecherquote der Schulen erhoben. Beim Hauptschulpreis 2007 konnten sich alle Schulen bewerben, die zur Berufsbildungsreife (Hauptschulabschluss) oder zur erweiterten Berufsbildungsreife (erweiterter Hauptschulabschluss) führen. In Brandenburg sind dies Oberschulen und Gesamtschulen. Ins Leben gerufen wurde der Hauptschulpreis im Jahr 1999 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) im Rahmen der Initiative Hauptschule. Seit 2003 wird der Hauptschulpreis gemeinsam mit der Robert-Bosch-Stiftung ausgeschrieben. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. An dem mit rund 240.000 Euro dotierten diesjährigen Wettbewerb beteiligten sich bundesweit rund 500 Schulen mit Hauptschulabschluss. Mehr als 350 Schulen reichten eine aussagekräftige Bewerbung ein, darunter vier Schulen aus dem Land Brandenburg.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.hauptschulpreis.ghst.de, bei der Hertie-Stiftung unter 069 - 660 75 61 55 oder im Bildungsministerium unter 0331 - 866 38 31.
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