Lehrerinnen und Lehrer verdienen Anerkennung und Unterstützung
Zu der Idee von Bundesbildungsministerin Annette Schavan, mit so genannten "Top-Mitarbeitern" aus der Wirtschaft gegen den Lehrermangel an den Schulen anzugehen, erklärt SPD-Generalsekretär Hubertus Heil:
24.02.2009 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei DeutschlandsDie Idee der Bundesbildungsministerin scheint einer närrischen Büttenrede entsprungen zu sein. Der rheinische Frohsinn von Frau Schavan in allen Ehren, aber die Frage, wie der Lehrermangel in den Schulen bekämpft werden kann, ist zu ernst und zu wichtig, um für einen PR-Gag hinzuhalten.
Lehrer und Lehrerinnen üben einen gesellschaftlich überaus wichtigen Beruf aus. Die Anforderungen an diese verantwortungsvolle Aufgabe sind hoch. Eine Bundesbildungsministerin sollte wissen, dass ein guter Lehrer neben seinen fachlichen Qualifikationen vor allem ein guter Pädagoge sein muss. Den kann man nicht einfach mal so ersetzen.
Dass es für den Schulalltag eine Bereicherung ist, wenn Schulen sich nach außen öffnen und Kontakt knüpfen mit Künstlern, Ingenieuren oder Handwerkern aus der Region, ist unbestritten. Doch notwendige Lehrerstellen durch gelegentliche Gastspiele von so genannten "Top-Mitarbeitern" aus der freien Wirtschaft ersetzen zu wollen, ist abenteuerlich.
Schule braucht verlässliche Rahmenbedingungen und eine solide Personalplanung. Zuallererst muss es darum gehen, die Lehrer in ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen. Notwendig ist eine hochwertige Lehrerausbildung mit mehr Praxisbezug. Notwendig sind gute Rahmenbedingungen für den Lehrerberuf. Und nicht zuletzt: Der Lehrerberuf verdient mehr gesellschaftliche Wertschätzung.
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