Lehrerverbände: Späterer Schulbeginn ist blanker Populismus
(pm) "Lieber Realismus als Populismus", fordert Ursula Lay angesichts der Überlegungen, den Unterricht später am Vormittag beginnen zu lassen. Die Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) sieht, dass die Vorschläge von politischen Parteien und anderen Lehrerverbänden an der Lebenswirklichkeit vorbeigehen.
08.07.2015 ArtikelZudem, so abl-Präsidentin Lay weiter, wollen Eltern Schule verlässlich ab 7 bis 7:30 Uhr, da dies besser mit den Arbeitszeiten zu verbinden ist. Das gilt vor allem für Eltern von Grundschulkindern, die die verlässliche Halbtagsschule mit entsprechender Betreuung bis 13 Uhr bevorzugen.
Nach Auffassung der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände wird sich durch einen späteren Unterrichtsbeginn in allen weiterführenden Schulen eine Unterrichtsverschiebung bis 17:00 Uhr ergeben. Wie dann die Schulbusbeförderung auch angesichts klammer Kassen weiter sichergestellt werden kann, ist nur eines der Folgeprobleme, die die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände zu bedenken gibt.
Die Vorsitzenden des bpv, Max Schmidt, des VLB, Jürgen Wunderlich, des brlv, Jürgen Böhm und der KEG, Ursula Lay: Angesichts des Wunsches vieler Eltern nach weniger verbindlichem Nachmittagsunterricht und des Wunsches von Politikern, den Ganztag auszubauen, wünschen wir uns eines: Dass endlich wieder Politiker Bildungspolitik machen, die etwas von Bildung verstehen. Und dass Experten, die Bildung machen, stärker gehört werden: Die Lehrer vor Ort.
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