Bayerischer Lehrerverband

Lehrkräfte fühlen sich nicht ernst genommen

Mit Verwunderung hat der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, auf die heute von Kultusminister Ludwig Spaenle vorgestellten Details zum neuen Grundschullehrplan reagiert: "Der Kultusminister geht den zweiten Schritt, bevor er den ersten getan hat."

02.12.2013 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

Der neue Grundschullehrplan liege den Verbänden noch nicht vor. Deshalb sei es auch nicht möglich gewesen, öffentlich dazu Stellung zu nehmen. Das Verfahren sollte Mitte Dezember eingeleitet werden, mit anschließender Verbändeanhörung im Landtag. Nun presche Spaenle vor.

"Es ist kein guter Stil, wenn unsere Kolleginnen und Kollegen über die Presse erfahren, worauf sie sich ab September 2014 einlassen müssen", sagte Wenzel heute in München. Die Entwicklung des neuen Grundschullehrplanes werde vom BLLV seit Monaten ebenso kritisch wie konstruktiv begleitet. Bei einer Veranstaltung im Mai dieses Jahres habe sich bereits abgezeichnet, dass viele Grundschullehrerinnen und -lehrer verärgert seien, weil sie sich zu wenig in den Prozess eingebunden fühlten. Der Unmut sei inzwischen groß. "Es wird befürchtet, dass zwar viele Neuerungen kommen - die Rahmenbedingungen aber dieselben bleiben".

"Nachdem die Öffentlichkeit heute über Details aus dem neuen Lehrplan erfahren hat, hoffe ich, dass der Entwurf nun umgehend den Verbänden vorgelegt wird", erklärte der BLLV-Präsident.


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