Saarland SPD

Lernmittelfreiheit statt chaotischem Flickenteppich

Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Cornelia Hoffmann-Bethscheider, und der bildungspolitische Sprecher, Ulrich Commerçon, reagieren auf Beschwerden der Eltern wegen steigender Ausleihgebühren bei der Schulbuchausleihe. "Wir fordern die Landesregierung auf, zum nächsten Schuljahr eine wirkliche Lernmittelfreiheit einzuführen", so die beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden.

23.03.2010 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei Deutschlands

"Das bürokratische Ausleihsystem war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Bereits bei der Einführung haben wir darauf hingewiesen, dass die Lernmittelfreiheit der gerechteste und vernünftigste Weg ist. Dass die Gebühren für die Schulbuchausleihe jetzt drastisch steigen sollen, beweist, dass die damalige Landesregierung zu keinem Zeitpunkt ein durchdachtes Konzept entwickelt hatte", so Cornelia Hoffmann-Bethscheider.

Ein regelrechter Skandal sei es, wenn Bildungsminister Kessler nun auch noch versucht, den Schulen den Schwarzen Peter zuzuschieben. "Es darf nicht sein, dass an Schulen der gleichen Schulform unterschiedliche Gebühren erhoben werden. Sollen die Schulleiter an Brennpunktschulen ihren Schülern etwa schlechtere oder weniger Lernmittel zur Verfügung stellen, weil die Eltern sich halt nicht mehr leisten können Oder ist der Bildungsminister wirklich bereit zu akzeptieren, dass Eltern mit geringen Einkommen für ihre Kinder die Schule mit den niedrigsten Schulbuchgebühren aussuchen müssen?", so Ulrich Commerçon abschließend.

Das ohnehin bürokratische Ausleihsystem dürfe nicht zu allem Überfluss auch noch wie ein Flickenteppich von Schule zu Schule unterschiedliche Gebühren verlangen und die dramatische soziale Auslese in unserem Bildungssystem weiter verschärfen.

Die Jamaika-Koalition habe versprochen, an der Bildung nicht zu sparen. Dann muss sie jetzt damit Ernst machen und wirklich Lernmittelfreiheit umsetzen. www.spd-fraktion-saar.de


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden