"Lieber Leiser Lernen 2010"

Unter dem Motto "Lieber Leiser Lernen 2010" veranstalten das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr und das Ministerium für Bildung am 18. Mai gemeinsam in Saarbrücken eine Fachtagung, die sich dem Thema "Lärm in Kindertagestätten" und den Möglichkeiten, diesen zu reduzieren, widmet. Die Veranstaltung ist ein Beitrag der Landesregierung anlässlich des Tages gegen Lärm am 28. April.

27.04.2010 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Schwerpunkte der Vorträge sind die Auswirkungen von Lärm auf Kinder und das Personal in Kindertagesstätten sowie die Möglichkeiten zur Verbesserung der akustischen Ergonomie in Kindertagesstätten. Die Ausweitung der Betreuungskapazitäten durch den Bau neuer Kindertagesstätten gibt Anlass, auf den Lärmschutz in diesem wichtigen Bereich hinzuweisen. Mit der Veranstaltung soll auch dazu beigetragen werden, dass wichtige Aspekte des Lärmschutzes bei der Planung und dem Bau von Kindertagessstätten berücksichtigt werden.

Experten werden in der Architektenkammer zu dem Thema referieren. Maria Klatte von der Universität Kaiserslautern etwa stellt ihre Ergebnisse aus der Forschung zu den Auswirkungen von Lärm in Bildungseinrichtungen auf Kinder vor. Christof Salm von der Unfallkasse Saarland geht in seinem Vortrag auf Fallbeispiele zur akustischen Situation in Kindertagesstätten ein.

Anliegen ist es, alle am Bau und Betrieb von Kindertagestätten Beteiligten für die Thematik zu sensibilisieren. Sie wendet sich an Träger von Kindestagesstätten, Planer und das Betreuungspersonal.

Mitveranstalter sind die Architektenkammer des Saarlandes, die Ingenieurkammer des Saarlandes, die Unfallkasse Saarland und die Landesarbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung Saarland e. V..

Hintergrund:

Obwohl Lärm von Kindern normal ist und zur kindlichen Entwicklung dazu gehört, kann er in ungünstigen Umgebungen zum Problem werden. Die Belastung durch anhaltenden Lärm sowohl für die Erzieherinnen und Erzieher als auch für die Kinder in Kindertageseinrichtungen ist lange unterschätzt worden. Erst neuere Forschungsergebnisse geben Hinweise auf Art und Umfang der Auswirkungen von Lärm. Die gemessenen Lärmpegel übersteigen vielfach die zumutbaren Grenzen. Lärm hat ungünstige Auswirkungen auf das Lern- und Spielverhalten sowie auf die Kognition von Kindern. Doch es geht auch leiser. Häufig ist eine mangelhafte Raumakustik der Grund für den ständigen Lärm. Dagegen helfen eine entsprechend umsichtige Planung beim Neubau oder die Sanierung von bestehenden Räumen. Letztlich sollten in der Diskussion um Qualität von Bildung auch die Bedingungen Berücksichtigung finden, unter denen Lernen und Entwicklung stattfinden.

Auf den Veranstaltungen "Lieber Leiser Lernen" in den Jahren 2008 und 2009 wurde bereits erfolgreich über die Ursachen, die Wirkungen sowie die Bekämpfung von Lärm in Schulen informiert. Mehr Informationen zum Thema "Lärm in Schulen und Kindertagesstätten" finden Sie auf dem hierzu eingerichteten Internetportal www.saarland.de/29141.htm.


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