Mehr als 70 000 Euro für den Kindergarten Hemmersdorf

Einen Bewilligungsbescheid über 71 100 Euro hat Kultusminister Jürgen Schreier heute (22.7.04) der katholischen Kirchengemeinde St. Konrad und St. Nikolaus in Hemmersdorf übergeben. Die Zuwendung des Landes entspricht 30 Prozent der zuschussfähigen Gesamtkosten von 237 000 Euro und stellt den höchstmöglichen Förderbedarf dar.

22.07.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Den katholischen Kindergarten St. Konrad in Hemmersdorf besuchen derzeit rund 100 Kinder in vier Gruppen. Nach Beendigung der Baumaßnahme werden im Kindergarten erstmals zehn Ganztagsplätze und fünf Krippenplätze zur Verfügung stehen. Um dieses Angebot vorhalten zu können, werden eine Küche und ein Essensraum neu eingerichtet.

Darüber hinaus erhalten die Krippenkinder einen Ruheraum und einen Wickelraum, der in den neu zu gestaltenden Waschraum integriert wird. Außerdem werden das Büro der Leiterin und der Personalraum in den Eingangbereich des Kindergartens verlagert sowie zwei Förderräume geschaffen. Damit verfügt der Kindergarten dann über die räumlichen Voraussetzungen, die für eine moderne Kindergartenpädagogik unerlässlich sind.

Der gesellschaftliche Wandel mache in zunehmendem Maße Krippenplätze für die unter Dreijährigen erforderlich, sagte der Minister bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides. Das Saarland habe dieser Entwicklung Rechnung getragen und die Zahl der Krippenplätze seit 1999 um 250 auf jetzt 886 erhöht. Damit halte das Saarland für fünf Prozent der Kinder unter drei Jahren einen Krippenplatz vor. Dieser Wert liege um zwei Prozent über dem Durchschnitt der alten Bundesländer. Weitere 150 Krippenplätze seien in der Planung, so dass die Zahl in Kürze auf deutlich über 1 000 steigen werde.

Darüber hinaus hob der Minister hervor, dass die Landesregierung in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der Ganztags-Kindergartenplätze um 44 Prozent auf über 4 400 gesteigert habe. Auf Grund der demografischen Entwicklung frei gewordene Kindergartenplätze seien bedarfsorientiert in Hortplätze umgewandelt worden. Derzeit verfüge das Saarland über 2 720 Hortplätze, 1999 seien es nur 1 650 gewesen, sagte der Minister.

Jürgen Schreier: "Das Saarland spart die Mittel, die durch zurückgehende Geburten frei werden, nicht ein, sondern baut damit sein Angebot an Krippen-, Hort- und Ganztags-Kindergartenplätzen bedarfsorientiert aus. Dank gilt den Gemeinden und den Landkreisen, die diesen Prozess ebenso unterstützen wie die Kindergartenträger. Damit legen die verantwortlichen Stellen eine wichtige Grundlage zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf."


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