Philologenverband

Mehr Männer und Migranten für den Lehrerberuf gewinnen!

Anlässlich des morgigen Weltlehrertages hat der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, an die Länder appelliert, sich bei der Nachwuchsgewinnung für den Lehrerberuf verstärkt um männliche Lehramtsbewerber und Junglehrer mit Migrationshintergrund zu bemühen.

04.10.2012 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

"Es ist zu begrüßen, dass sich der Lehrerberuf vor allem bei jungen Abiturientinnen hoher Beliebtheit erfreut. Es ist aber auch aus pädagogischen Gründen notwendig, den Lehrerberuf nicht zu einem reinen Frauenberuf werden zu lassen und verstärkt Wege zu suchen, junge Männer für diesen schönen Beruf zu interessieren und zu motivieren. Kinder brauchen in der Schule Identifikationspersonen mit Vorbildfunktion aus beiden Geschlechtern", betonte der Verbandschef.

Es gehe auch darum, so Meidinger, mehr dafür zu tun, dass im Lehrerberuf Aufstieg und Karriere durch Leistung möglich seien. Die Arbeitsbedingungen seien vielfach unattraktiv.

Inzwischen ist bundesweit die Männerquote bei Neueinstellungen von Lehrkräften an den Grundschulen auf unter 10 Prozent, bei den Gymnasien auf rund 35 Prozent gesunken.

Ebenso setzte sich Meidinger dafür ein, mehr Lehrkräfte mit Migrationshintergrund für unsere Schulen zu gewinnen. "Immer noch wählen Studierende mit Migrationshintergrund vorrangig andere Studienfächer als das Lehramt. Hinter Wirtschaft, Jura, Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Mathematik rangiert das Lehramtsstudium unter "ferner liefen". Dabei brauchen wir angesichts eines weiter steigenden Anteils von Migranten dringend Lehrpersonen, die nicht nur die entsprechende interkulturelle Kompetenz haben, sondern auch selbst Vorbilder für gelungenen sozialen Aufstieg und Integration sein können." Meidinger sprach sich in diesem Zusammenhang für Werbekampagnen der Schulministerien in den Ländern aus.


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