Mein Körper gehört mir: Minister Tesch übernimmt Schirmherrschaft über Präventionsprogramm für Grundschulen

Im Herbst startet an den Neubrandenburger Grundschulen das Präventionsprogramm "Mein Körper gehört mir". Ziel ist es, die Kinder der dritten und vierten Klassen altersgerecht auf das Thema Missbrauch aufmerksam zu machen, ohne sie zu verängstigen. Nachdem Minister Tesch an der Auftaktveranstaltung am 23. Juni in Neubrandenburg teilnahm, hat er sich nun entschlossen, die Schirmherrschaft für dieses Programm zu übernehmen. "Wir wissen, dass es Menschen gibt, die die Schutzbedürftigkeit unserer Kinder für sich ausnutzen, die unsere Kinder missbrauchen. Wenn Kinder sexuellem Missbrauch ausgesetzt sind, leiden Körper und Seele unauslöschlich. Umso wichtiger ist es, sie davor zu bewahren, ihnen zu zeigen, wie sie sich auch selbst davor schützen können, wie sie stark sein können", begründet Minister Tesch sein Engagement.

17.07.2008 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern

Entwickelt wurde das Präventionsprogramm von der theaterpädagogischen Werkstatt in Osnabrück, das in zahlreichen Schulen und Städten sehr erfolgreich praktiziert wird.

Das Stück wird in drei Schulstunden im Abstand von je einer Woche aufgeführt. In der vertrauten Umgebung der eigenen Klasse erleben die Kinder drei aufeinander aufbauende Sequenzen, in denen es um sexuelle Gewalt gegen Kinder geht. Zuerst lernen die Kinder, was ihre Ja- und Nein-Gefühle sind. Im zweiten Teil geht es um den Umgang mit Fremdtätern, und der dritte Teil befasst sich mit sexuellem Missbrauch im sozialen Umfeld. Zum Abschluss des Projektes werden an die teilnehmenden Schulen Präventionskoffer mit weiterführenden Lern- und Arbeitsmitteln übergeben.

Minister Tesch: "Das Ministerium unterstützt diese so wichtige Prävention gerne. Die schwierige Thematik wird behutsam vermittelt. Ziel ist es, das Selbstvertrauen der Kinder zu stärken, die Sensibilität für eigene Gefühle zu wecken oder die mögliche Abwehr von Übergriffen und die Suche nach Hilfe aufzuzeigen. Das Programm macht Kindern Mut, nein zu sagen. Darüber hinaus bietet es Eltern, Erziehern und Lehrern die Möglichkeit zu erfahren, wie sie betroffenen Kindern helfen können."

Unterstützt wird das Projekt von der Günther-Weber-Stiftung und dem Lokalen Bündnis für Familie. Um allen Grundschulen die Teilnahme zu ermöglichen, hat sich die Günther-Weber-Stiftung bereit erklärt, die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.

Interessierte Grundschulen in Neubrandenburg haben die Möglichkeit, sich direkt mit der Günther-Weber-Stiftung (Tel.: 0395-45 06 180) oder dem Lokalen Bündnis für Familie (0395-45 50 344) in Verbindung zu setzen.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden