Mecklenburg-Vorpommern

Minister bewertet Bildungsmonitor zurückhaltend

Bildungsminister Mathias Brodkorb will den Ergebnissen des Bildungsmonitors 2012 nicht allzu viel Wert beimessen. In der aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft belegt Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich den zehnten Platz.

15.08.2012 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern

"Wir schneiden damit genauso gut ab wie im vergangenen Jahr", sagte Brodkorb. "Wenn Mecklenburg-Vorpommern bei der Arbeitslosenquote bundesweit den zehnten Rang erreicht hätte, würden alle jubeln", so der Minister.

Laut Bildungsmonitor weist Mecklenburg-Vorpommern bei der Integration von Schülern aus bildungsfernen Schichten eine besondere Stärke auf. Eine weitere Stärke ist die Förderinfrastruktur. Schwächen hat der Nordosten laut Studie bei der Akademisierung.

Im Jahr 2010 erreichte an den allgemeinbildenden Schulen laut Bildungsmonitor nur ein Anteil von 26,8 Prozent eines Altersjahrgangs eine Studienberechtigung (Bundesdurchschnitt: 31,0 Prozent). "Je nachdem, welche Fragen die Forscher stellen, fallen auch die Antworten aus", kommentierte Bildungsminister Brodkorb. "Wir sollten uns von solchen Studien nicht zu sehr beeindrucken lassen – egal ob sie mal besser oder schlechter ausfallen."

Die Forscher legen für die Ermittlung der Akademisierung unter anderem die Quote der Studienberechtigten (allgemeinbildende und berufliche Schulen) und die Hochschulabsolventenquote zu Grunde. Der Bildungsmonitor wird vom Institut der Deutschen Wirtschaft im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt. Grundlage des Berichts sind Daten aus dem Jahr 2010. Die Studie untersucht, wie leistungsfähig ein Bildungssystem für die Wirtschaft ist und inwieweit dadurch die Wachstumskräfte gestärkt werden können.


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