Norddeutschland

Ministerin Löhrmann: Wir unterstützen die bundesweite Vernetzung von Lehrerinnen und Lehrern mit Zuwanderungsgeschichte

Nordrhein-Westfalen setzt sich für mehr Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte an Schulen ein und unterstützt die bundesweite Vernetzung von Lehramtsstudierenden, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern sowie schon im Beruf befindlichen Lehrkräften mit Zuwanderungsgeschichte. Dies erklärte Schulministerin Sylvia Löhrmann anlässlich der Eröffnung der bundesweiten Fachtagung "Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte" in Neuss.

16.12.2013 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Nordrhein-Westfalen bekennt sich zu seiner Vorreiterrolle bei der Unterstützung von Lehrkräften mit Zuwanderungsgeschichte. Die Vielfalt in der Gesellschaft und in den Klassenzimmern soll auch in den Lehrerzimmern und Schulleitungsbüros ankommen. Von dieser Tagung können wichtige Impulse für eine bundesweite Vernetzung dieses wichtigen Projekts ausgehen", so Ministerin Löhrmann.

Bereits im Jahr 2006 hat das Land NRW das Projekt "Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte" initiiert. Es wird vom Schulministerium und Integrationsministerium getragen.

Die zentralen Handlungsfelder des Projekts sind:

  • Potentiale gewinnen: Ein wichtiges Anliegen ist die Werbung für den Lehrerberuf unter Abiturientinnen und Abiturienten mit Zuwanderungsgeschichte. Zudem sollen durch Öffentlichkeitsarbeit die Kompetenzen von Lehrkräften mit Zuwanderungsgeschichte sichtbar gemacht und der Diversity-Ansatz im Bildungsbereich verbreitet werden.
  • Ausbildung begleiten: Durch Studierendennetzwerke sollen Lehramtsstudierende mit Zuwanderungsgeschichte unterstützt und begleitet werden. Solche Netzwerke bestehen bereits unter anderem an der TU Dortmund und der Universität Paderborn.
  • Personalentwicklung gestalten: Hierzu zählen strukturelle Maßnahmen wie Netzwerkarbeit, Regionalisierung und Landeskoordination. Zudem werden Angebote zur Weiterqualifizierung bereitgestellt sowie Konzepte für eine interkulturelle Öffnung der Schule erarbeitet.

Inzwischen wurden in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen und Niedersachsen vergleichbare Projekte ins Leben gerufen. Das Ziel, die Zahl der Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte zu erhöhen, findet sich auch im Nationalen Integrationsplan des Bundes wieder.

Ministerin Löhrmann betonte, dass das Projekt nicht auf eine Verengung des Blickwinkels auf die Zuwanderungsgeschichte der Lehrkräfte ziele, sondern auf ihre zusätzlichen Qualifikationen aufmerksam machen will. "Lehrerinnen und Lehrer mit Zuwanderungsgeschichte sind in erster Linie professionelle Kolleginnen und Kollegen. Sie verfügen darüber hinaus über Kompetenzen, mit denen sie einen wichtigen Beitrag für eine interkulturelle Schulentwicklung leisten können. Außerdem sind sie für Schülerinnen und Schüler ein motivierendes und glaubwürdiges Vorbild. Durch kultursensible Elternarbeit können sie die Bildungspartnerschaften zwischen Schule und Familie stärken", so Löhrmann.

Auf der bundesweiten Fachtagung treffen sich noch bis morgen Vertreterinnen und Vertreter der Netzwerke von Lehrkräften mit Zuwanderungsgeschichte aus den Bundesländern mit Expertinnen und Experten aus Bildungsverwaltung und Hochschulen, um Fragen der bundesweiten Vernetzung der Aktivitäten zu erörtern und neue Formen der Kooperation über Bundesländergrenzen hinweg zu vereinbaren.

Die Fachtagung wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge unterstützt und wurde vom Präsident des Bundesamtes, Dr. Manfred Schmitz, gemeinsam mit Ministerin Löhrmann eröffnet.

Weitere Informationen unter: www.lmz-nrw.de/


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