Ministerium für Umwelt und Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur veröffentlichen Merkblatt zur Schulraumakustik im Internet
Das Ministerium für Umwelt hat in Abstimmung mit dem Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur ein Merkblatt zur Schulraumakustik im Internet veröffentlicht. Das Merkblatt informiert über Möglichkeiten zur Verringerung von Lärm in Schulräumen durch Verbesserung der Raumakustik.
29.10.2009 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur SaarlandLärm von Kindern ist normal und gehört zur kindlichen Entwicklung - in Schulen stellt zu viel Lärm allerdings eine Belastung für Lehrkräfte und Schüler dar. Nicht selten ist eine mangelhafte Raumakustik der Grund für den als Lärm empfundenen Geräuschpegel in Klassenzimmern. Dagegen helfen eine entsprechend umsichtige Planung beim Neubau oder die Sanierung von bestehenden Unterrichtsräumen.
Hier bietet das Merkblatt Hilfestellung bei der Beurteilung, inwieweit eine akustische Sanierung angezeigt ist, welche gängigen und verhältnismäßig einfachen Maßnahmen ergriffen werden können und was dabei zu beachten ist. Es richtet sich vor allem an die Schulträger und die mit der Planung und Sanierungen von Schulen befassten Architekten und Ingenieure. Es ist im Internet unter www.saarland.de/29141.htm veröffentlicht.
Hintergrund:
Untersuchungen zu Folge sehen viele Lehrerinnen und Lehrer Lärm im Klassenzimmer als bedeutendsten Stressfaktor. Darunter leiden Lehrer und Schüler nicht nur unmittelbar. Die Unterrichtsqualität ist in solchen Räumen deutlich beeinträchtigt. Bei Schülerinnen und Schülern führt ein hoher Lärmpegel zu einem schnellen Absinken der Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit im Unterricht. Laborstudien belegen negative Wirkungen von Hintergrundgeräuschen und Nachhall auf Sprachverstehens-, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen von Schülern. Gute Lernbedingungen sind aber mit Voraussetzung für eine gute Schulausbildung.
Die Raumakustik von Unterrichtsräumen wurde lange Zeit vernachlässigt. Oft findet man Räume vor, die einen unnötig hohen Geräuschpegel erzeugen und in denen der Schall lange nachhallt. Es gibt jedoch Möglichkeiten, diesem Problem zu begegnen. Dies kann durch bautechnische Maßnahmen, etwa durch die Verwendung entsprechender Materialien, aber auch durch pädagogische Konzepte, die zu einem lärmärmeren Verhalten führen, erreicht werden.
Es geht aber nicht nur darum, die Lernumgebung in den Schulen akut zu verbessern. Notwendig ist auch, dass die Problematik Lärm als gesellschaftliches Thema in den Schulen im Sinne einer nachhaltigen Umwelterziehung aufgegriffen wird. Daher haben Umweltministerium und Kultusministerium gemeinsam eine Internetseite eingerichtet, auf der grundlegende Informationen zu den Zusammenhängen von Lärm in Schulen, den daraus resultierenden Folgen und den technische Maßnahmen und pädagogischen Konzepten zur Verbesserung der Situation dargestellt sind. Außerdem sind nützliche Links und anschauliche Beispiele zu finden (www.saarland.de/29141.htm).
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