Saarland

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz stockt Finanzmittel für Schulobstprogramm auf

An diesem Sonntag, 2. 9., 15 Uhr, gibt die Ministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Anke Rehlinger, auf dem Lernfest im Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken den Startschuss zu einer weiteren Förderphase des EU-Schulobstprogramms an saarländischen Schulen.

31.08.2012 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Das Schulobstprogramm verzeichnet im Saarland einen Teilnehmerrekord: Im aktuellen Schuljahr 2012/2013 nehmen 130 Grund- und Förderschulen an der kostenlosen Verteilung von Obst und Gemüse teil, so viele Anmeldungen gab es noch nie. "Damit alle interessierten saarländischen Grund- und Förderschulen an diesem sinnvollen und effektiven Programm zur Gesundheitsvorsorge teilnehmen können, werden wir die Mittel für das Schulobst von 613.000 auf 800.000 Euro aufstocken. Gesundes Essverhalten muss von Kindesbeinen an erlernt und konsequent eingeübt werden", so Ministerin Rehlinger.

Der Obsthändler Josef Ochs aus St. Ingbert liefert ab dem 3. September dreimal wöchentlich knackige Früchte frei Haus an insgesamt 755 Schulklassen. So profitieren rund 13.000 Schülerinnen und Schüler über das ganze Schuljahr hinweg von einer vitaminreichen Auswahl an Obst und Gemüse, davon 20% Bioware. Die Äpfel stammen aus saarländischem Anbau.

Das EU-Schulobstprogramm will Kinder frühzeitig durch regelmäßige Versorgung mit frischem Obst und Gemüse zu einer langfristigen Änderung in ihrem Verzehrverhalten erziehen. Weiterhin sollen die Kinder den Umgang und die Zubereitung mit Lebensmitteln erlernen und auch die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten sowohl in ihrem Geschmack als auch Aussehen kennen lernen.

Dass dies in der Praxis tatsächlich funktioniert, dafür sprechen die zahlreichen positiven Rückmeldungen aus saarländischen Schulen und die Ergebnisse der EU-weiten Evaluation.

Am Sonntag können sich von 12 bis 18 Uhr Groß und Klein am Stand des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz auf dem Lernfest über das Schulobstprogramm informieren, verschiedene Obstsorten probieren und ihr Wissen rund ums Thema gesunde Ernährung unter Beweis stellen.

Hintergrund:
In der EU sind geschätzte 22 Millionen Kinder übergewichtig und davon wiederum 5,1 Millionen Kinder fettleibig. Die EU-Kommission geht davon aus, dass ein erhöhter Konsum von Obst und Gemüse in der Bekämpfung der Fettleibigkeit eine wichtige Rolle spielt, da dadurch die Energiedichte der Nahrung gesenkt wird.

Im November 2008 hatte sich der Rat der Landwirtschaftsminister über den Vorschlag der Kommission für ein europaweites Programm zur Abgabe von Obst und Gemüse an Schulkinder geeinigt. Das Programm begann mit dem Schuljahr 2009/2010. Das Saarland nahm als erstes Bundesland teil und bietet das Schulobstprogramm seit 2009 an. Die Kosten teilen sich das Land und die EU.

Das Schulobstprogramm richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler in den saarländischen Grund-, Förder- und Waldorfschulen. Damit könnten ca. 34.000 Schülerinnen und Schüler an rund 200 saarländischen Schulen in den Genuss von Obst und Gemüse kommen. Die Teilnahme ist freiwillig. Das Obst und Gemüse soll im Klassenverband gemeinsam zubereitet (d.h. waschen, schälen, schneiden) und verzehrt werden. Die teilnehmenden Schulen müssen aus Gründen der Nachhaltigkeit pädagogische Begleitmaßnahmen ("flankierende Maßnahmen") rund um das Thema "gesundheitsförderliche Ernährung" durchführen.


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