Ministerium will Realschulen unterstützen
Kultusminister Andreas Stoch MdL fordert die CDU dazu auf, sich endlich mit den tatsächlichen Problemen der Bildungspolitik zu beschäftigen und nicht ständig mit rückwärtsgewandten Behauptungen Ängste zu verbreiten: Niemand wolle die Realschulen zerschlagen, wie Stoch schon sehr oft erklärt habe.
12.04.2013 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg"Die Realschulen sind ein Erfolgsmodell in Baden-Württemberg und bei den Eltern und der Wirtschaft sehr beliebt. Wir sind mit den Realschulverbänden über die Weiterentwicklung im Gespräch", erklärte der Minister. Die Realschulen müssten angesichts der zunehmenden Leistungsbreite bei den Schülerinnen und Schülern unterstützt werden und ihre Pädagogik im Hinblick auf die individuelle Förderung weiterentwickeln. "Unser Ziel muss sein, den Kindern und Jugendlichen die bestmöglichen Entwicklungschancen an allen Schularten anbieten zu können", betonte Stoch. Nur noch mit Kopfschütteln nimmt er die Behauptung des CDU-Abgeordneten Wacker zu Kenntnis, die Lehrerinnen und Lehrer der Realschule hätten Angst, sich zu ihrer Schulart zu bekennen. "Langsam muss man sich fragen, ob die CDU sich eigentlich noch für die Realität interessiert, oder ob sie sich nur noch in irrealen Traumwelten bewegt", sagte Stoch.
Absurd werde es dann, wenn die CDU die mangelnde Unterstützung der Schulart beklage. Sie selbst habe die Realschule doch in Jahrzehnten links liegen gelassen. Die neue Landesregierung habe als erste überhaupt einen zusätzlichen Pool von 1,5 Lehrerwochenstunden pro Zug zugewiesen. Die Schulen können damit je nach Bedarf in einzelnen Fächern Klassen teilen oder Gruppen bilden, um einzelne Kinder gezielt zu fördern. Darüber hinaus sollen ab dem Schuljahr 2013/2014 zwei weitere Stunden in den achten Klassen hinzukommen, um die Kompetenzanalyse über die überfachlichen Stärken und Schwächen der einzelnen Mädchen und Jungen umsetzen zu können. Für beide Vorhaben werden insgesamt 200 Deputate eingesetzt.
Auch der ständige Versuch der CDU, die Gemeinschaftsschule gegen die Realschule auszuspielen, sei nicht konstruktiv. Die Gemeinschaftsschulen erhielten zwar derzeit mehr zusätzliche Stunden. Da sie aber durchweg Ganztagsschulen sind, müsse gesehen werden, dass die jetzige Zuweisung Stellen für den Ganztagsbetrieb, die Inklusion sowie für die Pilotphase umfasse.
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