Modellprojekt von Schule und Jugendhilfe startet an der Spreewald-Grundschule:
An der Spreewald-Grundschule ist eine Tagesgruppe eröffnet worden, in der Schülerinnen und Schüler mit großen sozialen Defiziten besonders gefördert werden.
12.09.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungDiese Tagesgruppe ist ein gemeinsames Projekt der Spreewald-Grundschule, des Jugendamts des Bezirks Tempelhof-Schöneberg und des Trägers "Jugendwohnen im Kiez". Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport fördert dieses Projekt mit einer Erzieherstelle. "Wenn die Schule erkennt, dass ein Kind große soziale Defizite hat, müssen Schule und Jugendhilfe gemeinsam frühzeitig intervenieren," betonte Bildungs- und Jugendsenator Klaus Böger bei der Vorstellung des Projektes am Dienstag in Berlin.
Mit Beginn dieses Schuljahres ist an der Spreewald-Grundschule in Berlin-Schöneberg in Kooperation mit dem Jugendamt des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg und Jugendwohnen im Kiez-Jugendhilfe GmbH nach mehr als einjähriger Vorbereitung eine Tagesgruppe eröffnet worden. In diese Tagesgruppe können 5 Kinder der Schule in der Zeit von 8 bis 17 Uhr aufgenommen werden, um sie in der Schule zu halten. Der Erzieher wird von Jugendwohnen im Kiez, die Erzieherin von der Spreewald-Grundschule gestellt. Darüber hinaus arbeitet ein Psychologe und ein Familientherapeut im Team mit.
Diese Tagesgruppe ist eine Einrichtung der Jugendhilfe, in der Kinder auf Antrag der Erziehungsberechtigten und nach Genehmigung durch das Jugendamt betreut werden können. Neben der Betreuung der Kinder - auch durch therapeutische Maßnahmen - hat die Beratung und Einbeziehung der Eltern einen ganz hohen Stellenwert. Das Besondere und Neuartige an diesem Projekt ist:
- Die Tagesgruppe ist an einer Schule angegliedert. So können die Kinder in ihrem gewohnten sozialen Umfeld bleiben. Es entsteht eine besonders intensive Zusammenarbeit zwischen Schule, Jugendamt und Tagesgruppe.
- Durch intensive Kooperation und Kommunikation zwischen Schule, Eltern, Tagesgruppe und Jugendamt soll zum frühestmöglichen Zeitpunkt interveniert werden können, wenn bei Kindern Auffälligkeiten auftreten. Darüber hinaus soll die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen der Schule und der Jugendhilfe durch die räumliche Nähe gefördert und intensiviert werden. Dadurch soll notfalls schnelle Hilfe gewährleistet sein.
- Die Erzieherin kann das Kind auch in den Unterricht begleiten.
"Dieses integrierte Konzept einer Tagesgruppe hat den Vorteil, dass die Kinder in ihrem gewohnten sozialen Umfeld der Schule bleiben und ihre Freundschaften erhalten können," so Klaus Böger. "Die enge Kooperation ermöglicht Schule und Jugendhilfe, bei Problemen frühzeitig zu intervenieren."
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