Möglichst täglich Sport
(bikl/ots) "In der Grundschule sollte täglich Bewegung - in welcher Form auch immer - auf dem Stundenplan stehen." Das fordert der Sportwissenschaftler Professor Wolf-Dietrich Brettschneider von der Universität Paderborn im Interview mit der "Apotheken Umschau".
28.12.2006 ArtikelDrei Stunden Schulsport pro Woche seien ein "Minimum". Dieser Unterricht könne wesentlich mehr leisten, als Bewegungstalente zu entdecken und zu fördern. Brettschneider: "Sport kann die Kooperation und den Zusammenhalt in der Klasse fördern und viel zur Integration benachteiligter Kinder beitragen."
Gerade dort, wo Schulsport besonders wichtig wäre, seien die Probleme am größten. Denn an Hauptschulen habe rund ein Drittel der Sportlehrer gar keine Sportausbildung, an Grundschulen die Hälfte. In den unteren Klassen aber entscheide sich bereits, ob Kinder Sport ihr Leben lang als Gräuel oder Spaß empfinden. Brettschneider kritisiert nicht nur die Schule, er richtet seinen Appell auch an die Eltern. Immer weniger Kinder etwa könnten im vierten Schuljahr schwimmen. "Kindern dies beizubringen ist aber Aufgabe der Eltern und nicht der Schulen", sagt er.
- Sport "PISA"- auch keine Supernote
- Besser lernen auf passenden Stühlen
- Bewegung macht schlau
- Ergebnisse der Schulsportuntersuchung (DSB-SPRINT-Studie)
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