Baden-Württemberg

Nach dem Doppeljahrgang: Schülerzahl an öffentlichen allgemeinbildenden Gymnasien sinkt um knapp 8 Prozent

Ca. 1 057 400 Schülerinnen und Schüler besuchen nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes eine öffentliche allgemeinbildende Schule in Baden-Württemberg. Dies sind gut 34 700 bzw. rund 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Der seit dem Schuljahr 2003/04 anhaltende Rückgang hat sich in diesem Schuljahr verstärkt, nachdem infolge der flächendeckenden Einführung des "G8" im Schuljahr 2004/05 an den allgemeinbildenden Gymnasien im Jahr 2012 ein doppelter Abiturientenjahrgang abgegangen war.

07.02.2013 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Damit ist die Schülerzahl an den öffentlichen allgemeinbildenden Gymnasien im Vergleich zum Vorjahr um knapp 8 Prozent auf rund 285 100 gesunken. Eine öffentliche Grundschule1) besuchen im laufenden Schuljahr rund 362 500 Kinder, knapp 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Rund 136 500 Schülerinnen und Schüler gehen auf eine öffentliche Werkreal- oder Hauptschule; dies entspricht wie im Vorjahr einem Rückgang von knapp 4 Prozent. Die Schülerzahl an den öffentlichen Realschulen ist um knapp 1 Prozent auf gut 229 600 zurückgegangen.

An den öffentlichen Sonderschulen ist die Schülerzahl ebenfalls um ca. 1 Prozent auf rund 37 100 leicht gesunken. Dies liegt hauptsächlich an den öffentlichen Förderschulen, die von etwa der Hälfte (knapp 52 Prozent) aller Schülerinnen und Schüler der öffentlichen Sonderschulen besucht werden. An diesen Förderschulen hat die Schülerzahl um gut 400 bzw. rund 2 Prozent abgenommen.2) Die neu eingeführte Schulart Gemeinschaftsschule ist in der Sekundarstufe I mit rund 2 000 Fünftklässlern gestartet. Sofern vorhanden werden die Bildungsgänge Werkreal-/ Hauptschule und Realschule auslaufend fortgeführt.

Die Klassenstärken an den öffentlichen Schulen schwanken stark zwischen den einzelnen Schularten, sind aber meist auf Vorjahresniveau geblieben. So werden nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes im aktuellen Schuljahr an den Grundschulen1 durchschnittlich 19,5 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse unterrichtet (Vorjahr 19,6). An den Werkreal-/ Hauptschulen sitzen im Schnitt 19,4 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse (Vorjahr: 19,2). An der Sekundarstufe I der Gemeinschaftsschulen liegt die durchschnittliche Klassenstärke bei 20,7.

Die durchschnittliche Klassenstärke an den öffentlichen Realschulen liegt bei 25,6 (Vorjahr 25,8). An den öffentlichen allgemeinbildenden Gymnasien ist der Durchschnitt von 26,5 auf 26,2 Schüler pro Klasse gesunken. Im Vergleich mit den anderen Schularten in öffentlicher Trägerschaft haben die Gymnasien im Schnitt aber immer noch die größten Klassen. Dem besonderen Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler entsprechend ist die durchschnittliche Klassenstärke an den öffentlichen Sonderschulen im Land mit 8,4 (wie Vorjahr) deutlich niedriger als an den anderen Schularten.

Detaillierte Aufschlüsselung der Schülerzahlen unter www.statistik-bw.de/Pressemitt/2013038.asp


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