Neun weitere Grundschulen in Nordrhein-Westfalen schärfen ihr naturwissenschaftliches Profil
Mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 gehören neun weitere Grundschulen Nordrhein-Westfalens zum prima(r)forscher-Netzwerk. Damit gibt es jetzt landesweit insgesamt 13 Grundschulen, die daran arbeiten, sich als naturwissenschaftliche Bildungsinstitutionen zu profilieren. Unterstützt werden sie dabei von der Deutsche Telekom Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, die "prima(r)forscher" 2007 ins Leben gerufen haben. Ziel der Kooperation ist es, Grundschulen mit naturwissenschaftlichem Profil zu entwickeln.
17.08.2009 Pressemeldung Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS)Davon profitieren auch Schulen in Baden-Württemberg und Brandenburg. Alle drei Bundesländer bilden ein Netzwerk von jetzt insgesamt 35 Schulen. "Die Alleinstellungsmerkmale der prima(r)forscher-Grundschulen sind, dass sie forschendes Lernen ermöglichen, die naturwissenschaftlichen Kompetenzen der Schüler stärken und sie ermutigen, selbständig eigene Wege auszuprobieren statt vorbereitete Experimente nachzuvollziehen", so Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung.
Vor zwei Jahren begannen die ersten vier prima(r)forscher-Grundschulen in Nordrhein-Westfalen, ihr naturwissenschaftliches Bildungsangebot zu verbessern. Seit Beginn des neuen Schuljahres berät jede der vier Pilotschulen bis zu drei Grundschulen aus der Umgebung bei der naturwissenschaftlichen Profilierung. Im Rahmen von "prima(r)forscher" richten nun auch die neuen Grundschulen Lernwerkstätten und Forscherräume ein, führen fächerübergreifende Projekte zu naturwissenschaftlichen Themen durch, kooperieren mit wissenschaftlichen Einrichtungen oder bieten Forscher-AGs an. Im regionalen und projektweiten prima(r)forscher-Netzwerk tauschen sich die Lehrkräfte regelmäßig aus und nehmen an gemeinsamen Fortbildungen teil. Zentrale Aufgabe ist es, das gesamte Lehrerkollegium mitzunehmen - auch Lehrkräfte, in deren Ausbildung die Naturwissenschaften keinen Schwerpunkt darstellten.
Zum Netzwerk Nordrhein-Westfalen gehören folgende Grundschulen:
- Grundschule Sürster Weg, Rheinbach (Pilotschule)
- Herseler-Werth-Schule, Bornheim
- Overbergschule, Fröndenberg
- Katholische Grundschule Mainzer Straße, Köln
- Katholische Grundschule Kupfergasse, Köln-Porz/ Urbach (Pilotschule)
- Katholische Grundschule Forststraße, Köln
- Gemeinschaftsgrundschule Satzvey, Mechernich
- Grüneberg-Schule, Köln-Kalk (Pilotschule)
- Michael-Ende-Schule, Elsdorf-Berrendorf
- Grundschule Hofstede, Bochum
- Grundschule Hiddesen, Detmold (Pilotschule)
- Grundschule Landsberger Straße, Herford
- Grundschulverbund Preußisch-Oldendorf Börninghausen, Preußisch Oldendorf
Evaluiert wird das Projekt von der Freien Universität Berlin. Ein Team der Internationalen Akademie für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie (INAgGmbH) unter der Leitung von Professor Jörg Ramseger begleitet das Projekt über die ganze Laufzeit. "Allzu oft versuchen wir, Kindern die Natur anhand von abstrakten Modellen oder durch vorbereitete Experimente zu erklären", sagt Prof. Jörg Ramseger. "Um die Gesetze der Natur aber wirklich zu verstehen, müssen die Kinder lernen, eigenen Fragen nachzugehen und die Welt forschend zu entdecken."
Weiter Informationen zu dem Projekt, den Schulen und ihren Konzepten finden Sie im Internet unter www.primarforscher.de.
Keine Kommentare vorhanden