Niedersachsen

Oberschulnachfrage liegt weit hinter Althusmanns Prognosen

Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter hat den Beschluss des Landkreises Oldenburg begrüßt, gegen die Ungleichbehandlung von Gesamtschulen gegenüber Oberschulen zu klagen. "Die Landesregierung erhält damit die Quittung dafür, dass sie versucht, den Landkreisen Schulformen aufzuzwingen, die vor Ort nicht gewollt sind", sagte die Grünen-Politikerin heute (Dienstag) in Hannover.

03.05.2011 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

Ebenso wie die Kreise Schaumburg und Northeim wehrt sich der Landkreis Oldenburg gegen Bescheide der Schulbehörde, mit der die Neugründung von Gesamtschulen in Harpstedt, in Rinteln und Lindhorst sowie in Einbeck abgelehnt worden sind. Gemeinsam wollen die Landkreise jetzt vom Oberverwaltungsgericht die Gültigkeit der Schulorganisations-Verordnung überprüfen lassen, die für neue Gesamtschulen mindestens fünf Parallelklassen fordert.

Es sei pädagogisch in keiner Weise nachvollziehbar, warum eine 4-zügige Gesamtschule zu klein sein soll, um ihre Schüler auf eine gymnasiale Oberschule vorzubereiten, eine 3-zügige Oberschule hingegen nicht, sagte Korter.

Die Grünen-Politikerin forderte Kultusminister Althusmann auf, die verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Ungleichbehandlung der Gesamtschulen ernst zu nehmen. "Der Minister sollte sich endlich pädagogischen Argumenten öffnen. Wenn er weiter mit dem Kopf durch die Wand will, läuft er Gefahr, sich vor Gericht eine blutige Nase zu holen".

Die Nachfrage nach neuen Oberschulen bleibe offenkundig weit hinter den anfänglichen Erwartungen der Landesregierung zurück. Korter: "Noch im Dezember hat Althusmann von einem Potenzial von 200 neuen Oberschulen gesprochen. Da sind 68 Anträge doch eher mickrig."



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