Österreichs Bildungsexportschlager Nummer 1: der Unternehmerführerschein
Am Montag, 11. Juni, wurden offiziell die ersten Zertifikate an AbsolventInnen des Unternehmerführerscheins überreicht. Die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich KommRat Renate Römer und Staatssekretär Eckart Schlemm von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Berlin gratulierten in der Österreichischen Botschaft 24 ausgewählten Schülerinnen und Schüler zu ihrer Zusatzqualifikation.
11.06.2007 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung"Der Unternehmerführerschein ist unsere Antwort auf die Veränderungen in den Erwerbsbiografien", verkündete Renate Römer montags im Rahmen eines Mediengesprächs. Die WKO reagierte bereits 2002 auf den Aufruf der EU-Kommission an die Mitgliedstaaten, die "Entrepreneurial Education" zu fördern. Entwickelt wurde ein Bestpractice-Modell, das nach der erfolgreichen Einführung in Österreich jetzt kurz vor seinem europaweiten Durchbruch steht. Der Ausbildung für den Unternehmerführerschein vermittelt grundlegende betriebs- und volkswirtschaftliche Kompetenzen. Für jede Prüfung der vier verschiedenen Module gibt es ein international anerkanntes Teilzertifikat.
Staatssekretär Eckart Schlemm freut sich über das erfolgreiche Transferprojekt in Berlin: "In einer Rekordzeit war es möglich, den Unternehmerführerschein an die deutschen Rahmenbedingungen anzupassen und in Berlin mit großen Erfolgen umzusetzen." Mitverantwortlich dafür ist die professionelle Vorbereitung der Wirtschaftskammer Österreich und ihrer Partner. Innerhalb nur eines Jahres können im Schuljahr 2006/2007 bereits 1.000 Schülerinnen und Schüler die erste Teilprüfung des Unternehmerführerscheins ablegen.
Die Rückmeldungen sind von allen Seiten sehr positiv. Schulleiter freuen sich über die Zusatzqualifikation für Schüler und die Profilbildung ihrer Schule, Lehrer streichen die einfache Umsetzung besonders hervor und auch die Schülerinnen und Schüler sind von dem neuen Angebot begeistert. Das bestätigten auch die 120 Gäste bei der Verleihung der ersten Zertifikate.
Die Nachfrage ist groß: Bereits mehrere deutsche Bundesländer haben ihr Interesse angemeldet - in Hamburg beginnt die Umsetzung im Herbst. Mit seiner klaren Struktur lässt sich der Unternehmerführerschein leicht in das Bildungssystem eines jeden Landes anpassen. Mit seiner Flexibilität ist er aber auch eine hervorragende Ergänzung zum Fortbildungsangebot der jeweiligen Handels- und Wirtschaftskammer.
Vizepräsidentin Römer über die europäische Dimension des Projektes: "Die EU-Kommission hat es bestätigt: der Unternehmerführerschein ist ein europäisches Bestpractice-Modell!" Bald werden auch die ersten Prüfungen in der Schweiz und in Luxemburg durchgeführt. Der europäischen Erweiterung eines österreichischen Referenzprojektes steht nach den Erfolgen in Deutschland also nichts mehr im Wege.
"Investitionen in die Bildung sind Investitionen in die Zukunft des Standortes" weist Renate Römer abschließend auf die Bedeutung des Unternehmerführerscheins in Österreich und jetzt auch in Berlin hin.
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