Peter-Wust-Gymnasium Merzig erneut erfolgreichste Schule

Der 54. Europäische Wettbewerb, der sich an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und Klassenstufen richtet, stand in diesem Jahr unter dem Motto "Chancengleichheit für alle". Landtagspräsident Hans Ley und Staatssekretärin für Bildung, Kultur und Wissenschaft Dr. Susanne Reichrath haben am heutigen Donnerstag (6.12.07) im Landtag des Saarlandes die Preisträgerinnen und Preisträger sowie die erfolgreichste Schule des diesjährigen Wettbewerbs ausgezeichnet.

06.12.2007 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

In seiner Begrüßung würdigte Landtagspräsident Hans Ley das gleichbleibend lebendige Europaengagement an saarländischen Schulen. Zum schwierigen, zugleich aber auch spannenden diesjährigen Thema "Chancengleichheit für alle" führte Hans Ley aus, dass eine gerechte Verteilung von Lebenschancen in Europa noch keineswegs verwirklicht sei. Nachholbedarf gebe es insbesondere in der schulischen und beruflichen Bildung, im Erwerbsleben, im Umgang mit Minderheiten, ethnischen Gruppen, sozial Benachteiligten, bei Konflikten zwischen Generationen und zwischen Geschlechtern. Aufgabe des Staates könne es dabei aber nur sein, unabhängig von Herkunft und Vermögen gleiche Startchancen zu ermöglichen. Eine sich danach ergebende unterschiedliche Entwicklung auf Grund von Leistung und Begabung sei im Ergebnis durchaus gewollt.

Landtagspräsident Hans Ley dankte in seiner Rede abschließend allen Preisträgern für ihr Engagement. In seinen Dank schloss er auch die Eltern sowie die Lehrerinnen und Lehrer der Preisträger mit ein, die mit ihrer Unterstützung zu diesem Erfolg beigetragen haben. Die jungen Malerinnen und Maler sowie Autorinnen und Autoren haben es nach Aussagen des Landtagspräsidenten der Jury auch in diesem Jahr nicht leicht gemacht.

Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath würdigte den jährlichen Wettbewerb als wichtigen Beitrag zur Förderung des europäischen Bewusstseins bei Kindern und Jugendlichen. Im Mittelpunkt des 54. Wettbewerbes stand die komplexe Thematik des solidarischen, toleranten und respektvollen Miteinanders. "Dabei kommt den Schulen eine Schlüsselrolle zu. Die Gestaltung einer offeneren und toleranteren Gesellschaft, die Vermittlung von Zusammenarbeit und Solidarität kann ohne die Unterstützung durch die Lehrkräfte nicht gelingen. In der Schule werden Regeln des gesellschaftlichen Lebens vermittelt und eingeübt. Die Schule bereitet die Schülerinnen und Schüler nicht nur auf eine Berufsausbildung oder ein Studium, sondern auch auf das Leben vor. Dazu gehören auch soziale Integration, Mobilität und kultureller Austausch", betonte Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath.

Lorena Reinzbach (Peter-Wust-Gymnasium Merzig) erhielt den Preis des Landtagspräsidenten, Johannes Heinrich (Peter-Wust-Gymnasium Merzig) den Preis des Europaministers und Julia Kristin Dörner (Christian-von-Mannlich-Gymnasium Homburg) den Preis der Europa-Union. Erfolgreichste Teilnehmerin war in diesem Jahr Julia Kristin Dörner.

Neben den Sonderpreisen wurden zahlreiche Geld- und Sachpreise verliehen. Erfolgreichste Schule war erneut das Peter-Wust-Gymnasium Merzig.

Der in 34 Ländern durchgeführte Europäische Wettbewerb wird in der Bundesrepublik jährlich vom Zentrum für Europäische Bildung ausgeschrieben und richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und Klassenstufen. Die Aufgabenstellung berücksichtigt die unterschiedlichen Altersstufen. Der Wettbewerb umfasst einen bildnerischen und einen schriftlichen Teil. Unter dem Thema "Chancengleichheit für alle" wurden im bildnerischen Teil 757 und im Aufsatzwettbewerb 73 Beiträge eingereicht.

Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath zeigte sich erfreut über die Resonanz, die der Wettbewerb auch in diesem Jahr gefunden hat. "Kinder und Jugendliche sind die Zukunft Europas. Es ist deshalb wichtig, dass sich junge Menschen intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen. Der Europäische Wettbewerb bietet hierfür eine ausgezeichnete Gelegenheit", erklärte die Staatssekretärin.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden