Philologen-Verband: Netzwerke der Verantwortung zur Gewaltvermeidung an Schulen nötig
Eine größere Katastrophe eines Amoklaufs an einem Kölner Gymnasium konnte zwar verhindert werden, doch erschreckt die Nähe der Gewalt. Generell gibt es keine Möglichkeit, Gewalttaten an Schulen zu vermeiden. Dennoch sieht der nordrhein-westfälische Philologen-Verband keinen Grund zur Panik oder gar zur unverantwortlichen Hysterie.
19.11.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)Ein Klima der Aufmerksamkeit und des frühzeitigen konsequenten Reagierens bei Mitschülern, Eltern und Lehrkräften eröffnet Chancen, manch "letzten Schritt" vielleicht zu verhindern.
"Wir plädieren dafür, dass sich Lehrkräfte gemeinsam mit Schülern und Eltern darauf verständigen, bei Kindern und Jugendlichen Signale der Auffälligkeit, der Verschlossenheit und Isolation, der Gewaltbereitschaft wie auch der Selbstmordgefährdung nicht als ´normal´ abzutun, sondern zu thematisieren. Ein Netzwerk der Erziehungspartnerschaft und Verantwortung ist das Gebot der Stunde: Hinschauen, nicht wegsehen. Gespräche führen, nicht schweigen, Hilfen anbieten!", rät Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes.
Die Einübung in Krisenmanagement könnte für die Schulen hilfreich sein. Die verstärkte Einstellung von Schulpsychologen könnte ebenfalls eine gute Unterstützung darstellen. Damit darf aber nicht eine vermeintliche Sicherheit suggeriert werden.
Wichtig ist auch, die öffentliche Form des Internets nicht allein von der verzerrten Missbrauchseite her zu werten, sondern auch als Chance, ggf. rechtzeitig Gefahrenpotenziale zu erkennen.
Hinweis auf Aktion ´Gegen Gewalt gegen Lehrkräfte´ / www.phv-nw.de
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