Philologenverband für bestmögliche Bildung –unabhängig vom Geldbeutel der Eltern!

"Die vielen positiven Rückmeldungen und Anfragen für einen umgehenden Beitritt zu unserem vor knapp zwei Wochen vom Elternforum Bildung Baden-Württemberg, Philologenverband BW, Berufsschullehrerverband BW und Realschullehrerverband BW neu gegründeten "Aktionsbündnis gegliedertes Schulwesen" bestätigen uns, dass wir mit diesem offenen gemeinsamen Bekenntnis für den Erhalt und die Weiterentwicklung eines differenzierten und chancengerechten Bildungssystems auf dem richtigen Weg sind", so der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg, Bernd Saur, zu Forderungen, das im Ländervergleich äußerst erfolgreiche baden-württembergische gegliederte Schulsystem zugunsten von Einheits- bzw. Gesamtschulen zerschlagen zu wollen.

25.03.2009 Pressemeldung Philologenverband Baden-Württemberg

Diejenigen, die einen so massiven Eingriff ins bestehende Bildungssystem fordern, müssen zur Kenntnis nehmen, dass sich in Ländern mit einem solchen Schulsystem Privatschulen entwickelt haben, die nur von denjenigen Kindern besucht werden können, deren Eltern sich dies leisten können. Hier gilt das Motto: Die guten Schulen für die Kinder reicher Eltern, die Einheitsschule für den Rest. "Wir wenden uns entschieden gegen ein derartig unsoziales Schulsystem, in dem der Schulerfolg vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Wir wollen, dass alle Kinder mit der entsprechenden Begabung und Motivation – auch und gerade diejenigen aus sozial benachteiligten Familien – kostenlos zum Beispiel ein Gymnasium besuchen können", so Saur

Der Philologenverband warnt mit Nachdruck davor, sich einem Wunschdenken hinzugeben, das durch die Schulrealität nirgends bestätigt wird. Bundesländer mit gesamtschulähnlichen Strukturen erzielten in allen Untersuchungen deutlich schlechtere Ergebnisse als die Bundesländer mit gegliederter Schulstruktur.

"Wir können es uns in einem rohstoffarmen Land und erst recht angesichts enormer wirtschaftlicher Herausforderungen überhaupt nicht leisten, das Bildungsniveau herunterzufahren und vorhandene Begabungspotenziale nicht optimal zu fördern", so PhV-Chef Saur.


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