Hochbegabte

Philologenverband unterstützt KMK-Präsidentin Brunhild Kurth beim Ausbau der schulischen Begabtenförderung

Als absolut richtig, notwendig und eigentlich schon lange überfällig hat der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, das Vorhaben der aktuell tagenden Kultusministerkonferenz bezeichnet, die schulische Begabtenförderung zu intensivieren und eine eigene Förderstrategie zu beschließen.

11.06.2015 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

Der Verbandsvorsitzende wies darauf hin, dass die Bildungspolitik in den letzten Jahrzehnten einen einseitigen Schwerpunkt auf die Förderung Leistungsschwächerer gelegt habe, während die Förderung von Spitzenbegabungen systematisch vernachlässigt worden sei.

Meidinger forderte die Kultusministerkonferenz auf, es nicht bloß bei schönen Papieren und Absichtserklärungen zu belassen, sondern Nägel mit Köpfen zu machen. "Jede Schule in jedem Bundesland braucht ein am Gesamtunterrichtsvolumen orientiertes Zusatzbudget von Unterrichtsstunden für eine breite Begabtenförderung. Das Problem derzeit ist, dass Begabtenförderung zu oft nur nach Kassenlage ermöglicht wird. Wenn Unterrichtsausfall droht, muss oft als Erstes der Begabtenpluskurs gestrichen werden!", erklärte der Verbandsvorsitzende.

Es sei leider auch so, dass die Lehrkräfte, die beispielsweise begabte Schüler bei "Jugend forscht", den Jugendolympiaden in den Naturwissenschaften, den Landes- und Bundeswettbewerben begleiteten, dies zusätzlich zu ihrer normalen Unterrichtsverpflichtung hinaus leisten müssten. "Diese Lehrkräfte brauchen mehr Anerkennung und zusätzliche Zeitbudgets!", so Meidinger.


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