Praxisklassen als besondere Chance für Hauptschüler:

Am Montag, dem 9. August 2004, werden an den beiden Hauptschulen Heinz-Brandt-Schule (Pankow) und der Johann-Thienemann-Schule (Steglitz-Zehlendorf) je eine Praxisklasse im Rahmen eines Pilotprojektes eingerichtet.

09.08.2004 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Hierzu haben
Staatssekretär Härtel für die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport,
Herr Graf für das Christliche Jugenddorf Berlin und
die beiden Schulleiter der beteiligten Schulen

eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Die Kooperationspartner verpflichten sich, das Projekt der Praxisklassen gemeinsam zum Erfolg zu führen. 24 Schülerinnen und Schüler, die derzeit nur geringe Chancen auf den Erwerb eines Hauptschulabschlusses haben, nehmen an diesem speziellen Praxisklassen-Projekt teil. Nach erfolgreichem Besuch des zweijährigen Projekts erhalten sie den Hauptschulabschluss in Verbindung mit der Zertifizierung erworbener beruflicher Grundqualifikationen in einem der vom CJD Berlin angebotenen Berufsfelder.

Der praktische Unterricht erfolgt an drei Tagen der Woche mit insgesamt 17 Stunden in den Werkstätten des Bildungszentrums, der Schulunterricht an den übrigen zwei Tagen mit 16 Unterrichtsstunden in den jeweiligen Stammschulen.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport sichert die dafür notwendigen Lehrerstunden ab und übernimmt die pädagogisch-inhaltliche Verantwortung. Das CJD Berlin gewährleistet während des Pilotprojektes die Finanzierung der 24 Praxisplätze im Berufsbildungszentrum und die dafür erforderlichen Beschäftigungspositionen für Sozialpädagogen.

Bildungssenator Klaus Böger: "Wir wollen und dürfen auf dem Bildungsweg niemanden verlieren. Deshalb unternehmen wir große Anstrengungen auf verschiedenen Ebenen, auch Schülerinnen und Schüler mit großen Schwierigkeiten verstärkt zu unterstützen und sie zu neuer Motivation und zu einem fundierten Schulabschluss zu führen. Die Praxisklassen sind dabei ein Weg, der ressourcenorientiert die praktischen Gaben und Interessen der jungen Menschen zu nutzen und auszubauen geeignet ist. Ich danke den Kooperationspartnern aus dem Bereich freier Träger und der Wirtschaft ausdrücklich für ihr Engagement. Nur in gemeinsamer Anstrengung werden wir die Aufgabe bewältigen, die Schulabschlussquote und die Ausbildungsfähigkeit junger Menschen zu erhöhen."


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