"Qualitätsoffensive Hauptschulen ohne die Lehrkräfte?"

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert von der Landesregierung mehr Beförderungsmöglichkeiten und bessere Bezahlung für Lehrkräfte und Schulleitungen an Hauptschulen. In keiner vergleichbaren Schulform sei der Beförderungskegel mit 10% so klein wie an der Hauptschule. Nach Auffassung der GEW muss die Landesregierung hier nachbessern, auch Schulleitungen sollen besser dotiert werden.

16.01.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber erklärte heute in Essen: "Wenn qualifizierte Lehrkräfte an den Hauptschulen arbeiten sollen, muss die Beschäftigung dort attraktiver werden. Hauptschullehrer geben die meisten Unterrichtsstunden und werden in NRW am schlechtesten bezahlt."

Insgesamt könne nach Einschätzung der GEW das Qualitätskonzept der Landesregierung nicht überzeugen. Meyer-Laubers Kritik: "Das Dilemma der Hauptschule im Kontext der demografischen Entwicklung und des Schulwahlverhaltens wird nicht gelöst."

Bedenklich sei die Stärkung der Kernfächer Mathematik und Deutsch zu Lasten anderer Fächer wie zum Beispiel Englisch. Die Berufswahlorientierung solle ab Klasse fünf mit Praktika ab Klasse sieben eingeführt werden. Meyer-Laubers Fazit: "Will die Landesregierung die "Blaumann-Schule" einführen oder wollen wir Schülerinnen und Schüler sinnvoll fördern und bilden?"


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