Rauchverbot lässt "Be smart don't start"-Zahlen steigen

Der achte Nichtraucher-Wettbewerb an Berlins Schulen "Be smart - don't start" ist mit einer Rekordbeteiligung zu Ende gegangen. Bei der Verleihung der Preise an die Vertreter der 140 erfolgreichen Berliner Schulklassen sagte Bildungssenator Klaus Böger (SPD): "Diese Schüler haben ein halbes Jahr durchgehalten und nicht geraucht - viele Klassen haben diesen ganz persönlichen Erfolg sogar schon zum wiederholten Mal erreicht. Sie können stolz auf sich sein. Ich bin stolz auf sie."

15.06.2005 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

In einer erfolgreichen Klasse mussten mindestens 90 Prozent der Schüler ein halbes Jahr lang nicht geraucht haben.

Böger dankte auch den teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrern und den zahlreichen Sponsoren, die sich so stark wie noch nie bei der Zusammenstellung der Preise beteiligt haben. So spendierte der Filmpark Babelsberg eine VIP-Klassenführung und 60 Freikarten für den Filmpark. Von Hertha über Alba, von der Messe bis zur Gemäldegalerie und der Deutschen Oper haben Berliner Vereine und Institutionen die engagierten Schüler belohnt.

Böger führte die deutlich gestiegenen Teilnehmerzahlen (2004/05: 204 Klassen/5477 Schüler, Vorjahr: 110/2786 Schüler) und auch die im bundesweiten Vergleich hervorragenden Berliner Ergebnisse (2005: 68,6 % erfolgreiche Klassen) auch auf das zu Schuljahresbeginn verhängte Rauchverbot zurück.

Böger: "Mein Kurs ist klar: Das Abgeordnetenhaus möge am morgigen Donnerstag den Passus ins Schulgesetz einfügen 'Im Schulgebäude und auf dem Schulgelände darf nicht geraucht werden.' Damit haben wir ein deutliches, auch sanktionierbares Verbot ausgesprochen, an dem es nichts zu rütteln gibt.

Aber zum Verbot machen wir auch Angebote. Seit der Einführung des Rauchverbots haben nicht nur die Schülerwettbewerbe deutlichen Zulauf. Wir haben festgestellt, dass auch immer mehr Lehrerinnen und Lehrer an den Ausstiegsprogrammen teilnehmen. Das Netzwerk rauchfreie Schulen ist fertig und so aktiv wie nie."

Auf der Abschlussveranstaltung von "Be smart - don't start" bekräftigte der Leiter der Strahlenheilkunde der Charité Prof. Dr. Dr. R. Felix die Wichtigkeit von Maßnahmen, die schon im Kindesalter für das Nicht-Rauchen werben. Nach einer Studie der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung liegt das Einstiegsalter mittlerweile im Durchschnitt bei 11,6 Jahren. Auch der Koordinator des internationalen "Be smart - don't start"-Wettbewerbs Dr. Reiner Hanewinkel vom Kieler Institut für Therapieforschung unterstrich die Bedeutung frühen Gegensteuerns: "Je später ein Mensch zum Raucher wird, umso größer die Chance, dass er auch wieder aufhört."

Nach neuesten Erhebungen ist der Anteil der Raucher in der Altersgruppe von 12-17 Jährigen um acht Prozent auf noch 20 Prozent gesunken.


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